Die Musik und das Publikum: Vortrag gehalten zu Gunsten der Veteranen in Köln

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M. DuMont-Schauberg, 1864 - 36 pages
 

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Popular passages

Page 33 - Muß man es ganz in Ordnung finden, daß die Kirche nicht Concertsaal werde, so dürfen wir uns um so mehr darüber freuen, daß es uns oft gelingt, den Concertsaal in eine Kirche im besten Sinne des Wortes zu verwandeln.
Page 30 - Die größte Theilnahme des Publicums gehört immer den Solisten. Ihnen wird nicht allein der reichste Beifall und der reichste Lohn gespendet, das Interesse am Werke verschwindet neben dem, welches die Sängerin, der Geiger, der Virtuose überhaupt in Anspruch nimmt. Es ist dies in der Natur der Menschen begründet, war immer so und wird immer so bleiben, man muß es nur nicht läugnen wollen.
Page 32 - Beim Anhören eines bedeutenden Instrumental-Werkes muß man, wie es unsere Sprache so treffend ausdrückt, ganz Ohr sein — man muß jenem unwillkürlichen Gedankengeflatter (sind es Gedanken?), das uns beherrscht, ein möglichst energisches „Halt!
Page 6 - Tonwellen, — gibt die Leiterin ab für rhythmisch geordnete Bewegung menschlicher Körper, gemeinhin Tanz genannt, und verschmäht es nicht, sogar Pferden und Hunden einen ähnlichen Dienst zu leisten. Aber sie behauptet auch die schönste Trösterin...
Page 6 - Die Musik ist die anspruchsloseste und die anspruchsvollste der Künste. Sie begnügt sich mit der bescheidenen Rolle der Gesellschafterin, welche Monsieur oder Madame nur das...
Page 6 - Tausende nur um ihr zu dienen, ihren Befehlen zu gehorchen, ihre Wirkungen an sich zu erproben. Und so erweist sie sich denn bequem, behaglich...
Page 32 - Das Interesse, welches der sogenannten Kammermusik geschenkt wird, ist der sicherste Messer für den musikalischen Geschmack, die musikalische Bildung eines Publicums. In keiner anderen Gattung von Musik tritt der musikalische Gedanke mit weniger äußerlichem Sinnenreiz, Farbenglanz, in so reiner, ich nwchte sagen: unverhüllter Gestalt auf, als in diefer.
Page 30 - Quartetten, Sonaten unserer großen Meister der Welt geschenkt worden, ist vielleicht die einzige Kunstleistung, in welcher der Deutsche ganz einzig dasteht, nicht allein ohne berechtigte, nein, 30 ohne alle Nebenbuhlerschaft.
Page 7 - Ein Publicum ist immer in seinem Rechte. Es hat nicht allein das Recht des Stärkeren, das älteste und uaturwüchsigste, sondern auch das Recht des Berechtigten, das Recht des Käufers, mit der Waare zufrieden oder unzufrieden zu seiu und seine Meinung so offen wie möglich kuud zu gebe».
Page 32 - Eindrücke theilhaftig machen würden, wenn sie oft bedeutende Instrumentalmusik anhören und ihr den Ernst entgegenbringen wollten, dessen sie bei anderen Dingen nicht ermangeln.

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