Culturgeschichte des Orients unter den Chalifen, Volume 2

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W. Braumüller, 1877 - Asia - 518 pages
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Page 393 - Auf einen Gottesmann') hat das Volk seine Hoffnung gebaut. Der da leiten soll, wenn die Menge rathlos nach dem Retter schaut. Eitler Wahn! die Vernunft allein ist der göttliche Leiter, Die Morgens und Abends euch führt, als erfahrener Pfaduorfchreiter, Diese verschiedenen Glaubenssecten, die euch zerspalten. Erfunden hat man sie, um den Mächtigen zu sichern die Gewalten...
Page 448 - ... Oberfläche der Erde, die zurückgehaltenen verschlossenen Winde, Dünste und Dämpfe gehen mit einem Mal aus, und senken sich dann diese Erdstriche. zu einem weiten Thal, so wie sich die Dächer der Häuser senken und zur Erde fallen. Drittens: die Schwankungen. Die Gelehrten berichten die Erde schwanke einmal von Süden nach Norden, ein andermal von Norden nach Süden, doch merken die Menschen dies wegen der Grösse der Erde nicht, sowie man auf einem grossen Fahrzeug auf dem Meere die Bewegungen...
Page 307 - ... Verarbeitung der Papyruspflanze zu Schreibmaterial vor. Diese Industrie erhielt durch die arabische Eroberung nur erhöhten Aufschwung, denn, wie schon früher bemerkt worden ist, kannte das alte mohammedanische Staats- und Verwaltungsrecht keine Steuer auf Gewerbe und Fabriken. Der Hauptsitz dieser Industrie war im Delta und zwar in dem Städtchen Bura, einem Küstenorte des Bezirkes von Damiette. 2) Hier ward die Papyruspflanze, die vermuthlich im nahen MenzalehSee in grosser Menge wuchs, verarbeitet...
Page 292 - Seidenzeug, der sich durch bunte Muster auszeichnete und dessen Styl, wie ich glaube, durch die bunten, grossblumigen Verzierungen der katholischen Messgewänder sich bis in unsere Zeiten erhalten hat.
Page 104 - eine durchaus würdige, selbständige und hochgeachete, ja es herrschte durch einige Zeit eine ritterliche Verehrung des schönen Geschlechts, man besang die Frauen in liebeglühenden Gedichten und verklärte ihr Bild mit dem ganzen Zauber der Poesie. In den Erzählungen aus dem alten Sagenkreis der nordarabischen Stämme galt nichts für edler, ruhmvoller und nachahmungswerther, als wenn ein Ritter mit Verachtung jeder Gefahr, selbst mit Aufopferung des eigenen Lebens die Frauen vor Schmach und...
Page 179 - Synagogen. Die Hauptsynagoge war mit Säulen von buntem Marmor geschmückt, mit Gold und Silber reich verziert, auf den Pfeilern waren Inschriften und Stellen der Psalmen mit goldenen Lettern zu sehen. Der Altar, auf dem die Thorarolle lag, hatte zehn Marmorstufen, auf deren oberster der Standplatz des Fürsten der Gefangenschaft und der anderen Prinzen aus dem Hause Davids war. Aus diesen Angaben ist ersichtlich, um wieviel toleranter als die Christen die Araber sich gegen das Volk Israel benommen...
Page 348 - Taimä aber liess er nicht einen Palmenschaft Und kein Gebäude, das nicht von Stein dauerhaft. Da sah ich, wie im Gusse Tabyr, der Berg, dastand: Ein greiser Fürst, gewickelt ins streifige Gewand.
Page 356 - Geniesse das Leben, denn du bist bestimmt, zu vergehen: (schwelge), sei es in heiteren Gelagen, sei es bei schönen Weibern, die weiss sind wie junge Antilopen, oder bräunlich wie (eherne) Götterbilder; gleichviel, ob sie nun von den Züchtigen seien oder den ausgelassenen Dirnen!
Page 101 - /als die schönste und stolzeste Frau ihrer Zeit. Nie erschien sie verschleiert uud ihremManne, der ihr hierüber bittere Vorwiirfe machte, antwortete sie: Gott hat mir das Siegel der Schönheit aufgedrückt, und mir ist es lieb, wenn man es sieht und daraus die Gnade Gottes erkennt; desshalb werde ich mein Antlitz nicht verhullen, dcnn es ist bei Gott kein Fehl daran.
Page 113 - Sitte zu freien, . . . kaufte man eine pikante Sängerin, welche mit den Reizen ihrer niedlichen Person noch die heitere, sorglose Laune der Künstlerin verband.

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