Die Götterwelt der deutschen und nordischen Völker ...

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Page 102 - Unter allen Schlangen ist eine. Auf Erden nicht gezeugt. Mit der an Schnelle keine, An Wut sich keine vergleicht. Sie stürzt mit furchtbarer Stimme Auf ihren Raub sich los, Vertilgt in Einem Grimme Den Reiter und sein Roß. Sie liebt die höchsten Spitzen; Nicht Schloß, nicht Riegel kann Vor ihrem Anfall schützen; Der Harnisch lockt sie an...
Page 72 - Die Götter in Tempelwände einzuschliessen oder der Menschengestalt irgend ähnlich zu bilden, das meinen sie, sei unverträglich mit der Grosse der Himmlischen. Wälder und Haine weihen sie ihnen, und mit dem Namen der Gottheit bezeichnen sie jenes Geheimnis, das sie nur im Glauben schauen.
Page 75 - Mellitus, die Tempel der Heiden nicht zu zerstören, sondern mit Weihwasser zu besprengen und in christliche Kirchen zu verwandeln , damit das Volk an den durch lange Gewohnheit geheiligten Orten desto lieber und eher an den Dienst des wahren Gottes sich gewöhne.
Page 152 - Blitzschnell ritt er aufwärts, aber der Bauer half sich auf die alte Weise. Die Hunde bollen, die Wagen rollten, die Rosse wieherten dort oben, die Eiche krachte an den Wurzeln und schien sich zu drehen. Dem Bauer bangte, aber die Eiche stand. „Hast wacker gezogen," sprach der Jäger, „mein wurden schon viele Männer, du bist der erste, der mir widerstand! Ich werde dir's lohnen.
Page 152 - Blut sollst du haben und ein Hinterteil dazu!" — „Herr," sagt der Bauer, „dein Knecht hat nicht Eimer noch Topf." — „Zieh den Stiefel aus!" ruft Wod. Er that's. „Nun wandere mit Blut und Fleisch zu Weib und Kind !" Die Angst erleichterte anfangs die Last, aber allmählich ward sie schwerer und schwerer, kaum vermochte er sie zu tragen.
Page 234 - ... erfassen; aus dem übrigen stroh bindet man eine menge kleiner fackeln. Auf ein vom maire zu Sierk (der nach altem brauch dafür einen korb kirschen empfängt) gegebenes zeichen erfolgt mit einer fackel die anzündung des rades, das nun schnell in bewegung gesetzt wird.
Page 226 - Vogelbeerbaum und nimmt, wenn er um Mittag ans Dorf kommt, den Kranz vom Heckenpfosten und setzt ihn auf die Spitze des Vogelbaums, hält diesen mit beiden Händen vor sich und zieht so an der Spitze der Heerde ins Dorf ein, wo die Menge ihm...
Page 274 - ... vier übernehmen den dienst der rosse, die übrigen umkreisen den wagen und fort geht der wilde zug zu den wolken hinauf, um dort zwischen himmel und erde, wie sie gewünscht halten, unaufhörlich zu jagen, von einem tage zum andern, von einem jahr zum andern.
Page 131 - Burschen den Aswald machen, sammeln die Mädchen die schönsten Feldblumen und schmücken ihn damit. Dann knieen alle im Kreise herum, danken und beten, dass das Getreide wieder gewachsen ist, und dass sie sich nicht geschnitten haben. Nach dem Gebete wird um den Aswald ein Walzer getanzt.
Page 196 - Früh, wann die Hähne krähn, Eh die Sternlein verschwinden, Muß ich am Herde stehn, Muß Feuer zünden. Schön ist der Flammen Schein, Es springen die Funken; Ich schaue so drein, In Leid versunken. Plötzlich, da kommt es mir, Treuloser Knabe, Daß ich die Nacht von dir Geträumet habe. Träne auf Träne dann Stürzet hernieder; So kommt der Tag heran — O ging er wieder!

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