Karl Lachmann, eine Biographie

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Page 180 - Kenntnisse mit bringt, vor allem aber Unbefangenheit und den guten Willen, sich Zeit zu nehmen und die Poesie auf sich nach des Dichters Absicht unterhaltend oder bewegend einwürken zu lassen: denn auch die gewaltigste fesselt nur den Empfänglichen, und sein Urteil befreit nur, wer sich willig ergeben hat.
Page 105 - J. Grimms nicht ungenutzt vorüber gehen zu lassen, bin auch wohl selbst fortgeschritten, und die aufmerksamkeit der empfänglichen ist aufs neue geweckt worden durch L. Uhlands eben so lebendige als genaue schilderung Walthers (1822).
Page 196 - Da unsere Zeit auf die Vervielfältigung der Griechischen Texte so erpicht scheint, so möchten wir wünschen, dass man, statt immer und ewig die berühmtesten unbeglaubigten Ausgaben zu wiederholen, lieber solche Texte lieferte, wie sie sich allein aus den Handschriften nach der strengsten Prüfung des Werthes jeder einzelnen ergeben, ohne die mindeste Rücksicht auf den Sinn oder die Vorschriften der Grammatik.
Page xx - ... Herausgeber zu liefern nicht verschmäht, für die ihm der künftige Biograph eben so danken wird wie für die chronologische Anordnung. Bei allen einzelnen Schriften ist der Herausgeber auf die Originaldrucke zurückgegangen, mit sehr geringen durch die Umstände gebotenen Ausnahmen (II, 386. 477. 526. V, 75. VI, 368. X, 280). Die Originaldrucke sind genau, selbst in Orthographie und Interpunction, wiedergegeben. Wer davon den Nutzen nicht einsieht, wird wenigstens nicht gestört werden: pedantischer...
Page xxii - Der Text Nathans des Weisen ist ebenfalls neu und richtiger als irgend ein früherer, aus den beiden ersten Drucken zusammengesetzt, deren Verschiedenheiten sämtlich angemerkt sind. Die zwei verworfenen Lustspiele fehlten in den bisherigen Ausgaben. Der theatralische Nachlass, aus dem die Schriften nur eine Auswahl gaben, ist gröfstentheils nach Lessings eigener Handschrift berichtigt, auch um einige Stücke vermehrt.
Page 105 - ... mich Beneckens J. und W. Grimms und Uhlands freundschaftliche theilnahme ganz glücklich machte, mit der sie, mühe und zeit nicht sparend, alles was mir nützlich sein konnte, abschriften, nachweisungen, und selbsterforschtes, ohne rückhalt beisteuerten.
Page 180 - Sorgfalt zuerst ein ganz neues verständnifs der mittelhochdeutschen poesie eröffnet zu haben, ich kann es, dem rohen kindischen stolzen gegenüber, das einfach wahre und unschuldige nennen, oder auch, wenn ich den rechten ausdruck brauchen soll, das philologische verständnifs, das mit folgsamer Hingebung die gedanken absichten und empfindungen des dichters, wie sie in ihm waren und wie sie den Zeitgenossen erscheinen musten, rein und voll zu widerholen sucht, alles schöne freudig mit geniefsend,...
Page 193 - Sonst hat man nicht treu gehandelt an seinem Schriftsteller, wenn man ihn zum Knechte einer Handschrift macht, die, mag sie die beste sein, darum nicht notwendig gut sein wird und niemals vollkommen...
Page 51 - ... die althochdeutsche verskunst mit aufzählung aller beispiele bis ins kleinste vollständig erörtert, dabei die Umbildung oder Verfeinerung der gefundenen regeln in den werken der sorgfältigsten dichter des dreizehnten Jahrhunderts erforscht...
Page 106 - ... nicht etwa verzeihliche wohlgemeinte versuche eines unschuldigen kunstlosen dranges scheinen, sondern die edelste reichste blüte einer bewusten und zum klassischen ausgebildeten poesie, die eben so wenig nur für ein schwaches vorspiel der heutigen gelten kann, als etwa das deutsche reich für einen geringen anfang zum deutschen bunde.

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