Wendische Sagen, Märchen und abergläubische Gebräuche

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Leuschner & Lubensky, 1880 - Folk literature, Sorbian - 499 pages
 

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Page 338 - Wenn wir doch ein Kind hätten, es möchte sein wie es wollte, so wäre ich glücklich." Da erscholl eine Stimme aus dem Stein, welche sprach: „Ueber's Jahr habt Ihr ein Kind." Das Jahr verging. Nach Ablauf desselben gebar die Königin eine Tochter, die war so schwarz wie Ebenholz. Als die Prinzessin zwölf Jahre alt war, starb sie. Man trug die Leiche in einem schwarzen Sarge, welcher offen war, in die Kirche. Dort wurde der Sarg vor den...
Page 60 - ... den dummen Hans mit seinem Reisestock ankommen. Da fürchtete er sich denn doch vor der Ohrfeige, verschloss die Hausthür und versteckte sich. Hans aber schlug die Thüren des Schlosses ein und suchte den Herrn so lange, bis er ihn fand. Nun bat ihn der Herr, er möge statt der Ohrfeige einen andern Lohn fordern. Der dumme Hans verlangte, einen Tag Erbsen dreschen zu dürfen; die ausgedroschenen Erbsen sollten ihm gehören. Darauf ging der Herr ein. Hans nahm nun die Laken aus allen Betten des...
Page 60 - Hans ausgemacht, dass er seinem Herrn nach Ablauf des Jahres eine Ohrfeige geben dürfe. Als das Jahr um war, wollte Hans seinen Lohn haben und dann abziehen. Er suchte sich einen Wanderstab. Auf dem Hofe lag ein grosser Block, welcher zu Brettern verschnitten werden sollte. Den ergriff er und ging damit auf das Schloss zu. Der Herr stand am Fenster und sah den dummen Hans mit seinem Reisestock ankommen.

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