Beiträge zur geschichte und topographie Kleinasiens (Ephesos, Pergamon, Smyrna, Sardes) in verbindung mit den herrn major Regely, baurath Adler, dr. Hirschfeld und dr. Gelzer

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Ernst Curtius
G. Vogt, 1872 - Art - 91 pages
 

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Page 26 - Cos. xii, tr. pot. xviii pontifex maxi' mus ex reditu Dianae fanum et Augusteum muro muniendum curavit, ' C. Asinio (Gallo pro. cos.) curatore Sex. Lartidio leg.
Page 21 - Grofskönig eingezahlt wurden, in den Tempel zahlen2). Wir dürfen aber mit Sicherheit voraussetzen, dafs die nationale Partei in ihren gerechten Erwartungen damals nicht getäuscht worden ist, dafs also die neue Gränzmauer dazu diente, die unklaren Verhältnisse zwischen weltlicher und priesterlicher Machtsphäre ins Klare zu bringen und dafs die Gelder im Tempel als Depositum zu betrachten sind, an dessen Verwaltung die städtischen Behörden betheiligt waren. Ging doch auch die beabsichtigte...
Page 73 - AltSmyrna (II, pl. 129 svv.) urtheilt Hirschfeld bei Curtius (Abhandl. d. berl. Akad. 1872, S. 75): „Leider muss dieselbe beinahe als werthlos bezeichnet werden; denn die elegant gezeichneten Formen entsprechen der Wirklichkeit in keiner Weise : der Küstensaum bildet in Wahrheit fast einen rechten Winkel — bei Texier ist er eine gerade Linie" usw und in einer Note (S. 81) fordert er zu einer für Texier durchaus ungünstigen Vergleichung der Abbildung des Felsenreliefs von Nymphi II, pl. 132...
Page 81 - Atque ut sinus et stagna praeteream, ipsa se comest terra, devoravit Cibotum altissimum montem cum oppido Cariae, Sipylum in Magnesia et prius in eodem loco clarissimam urbem quae Tantalis vocabatur...
Page 11 - Androklos vertrieben worden, und es ist nicht unmöglich, dafs schon unter den Herakliden die lydische Reichsmacht bis hierher vorgedrungen war. Gewifs ist, dafs die Colonisten der einheimischen Göttin huldigten. Sie bauten ihr ein Heiligthum auf dem Markte der Neustadt und erkannten sie dadurch als Schutzgöttin an; sie nannten sich nach ihr Ephesier, und der Cult ihrer einheimischen Göttin trat soweit zurück, dafs sie hier nicht wie in den anderen ionischen Städten die Geschlechtergöttin geblieben...
Page 14 - Es war ein Triumph priesterlicher Politik. Der Tempel hatte Lydien als Schutzmacht hinter sich und den reichsten aller Könige zum freigebigen Wohlthäter; die Verkehrswege waren nach allen Seiten geöffnet und in der eigenen Landschaft jeder Widerstand beseitigt. Denn die Städter wurden in übereinstimmendem Interesse des Tempels und des lydischen Hofs gezwungen den Pion zu räumen, welcher wie eine Trutzburg dem *) Eph. bei Steph. aa O.: Ix Т1ш xaí Kag*vr,t¡ «iro/хoис t>.aßov. Kasyvr,...
Page 11 - Entwicklung begann. Jetzt war der Landschaft ein zweiter Mittelpunkt gegeben; jetzt bestand eine Unterstadt neben der Oberstadt, ein Athenaion neben dem Artemision, eine Colonie von Athenern neben dem Priesterstaate und das wechselnde Verhältnifs zwischen diesen beiden Punkten bildet fortan den Inhalt der Geschichte von Ephesos.
Page 4 - Überlieferung von der einstigen Meeresnähe wird nicht als leere Fabel zu verwerfen sein. Besonders merkwürdig ist aber, dafs man im Kampfe gegen die mächtig anwachsende Alluvion den Zusammenhang des Heiligthums mit der See alle Jahrhunderte hindurch festzuhalten gesucht hat, indem man durch künstliche Bassins und Kanäle Wasserwege herstellte, welche zum Heiligthum führten. Dies gehörte zum...
Page 74 - Felskuppe blickt mitten über die Hauptschlucht des Baches hinaus, dem Pagus von Smyrna gerade entgegen; von ihr überschaut man den Hafen, die Stadtebene drüben und die Küste weit hinunter. Vom jenseitigen Ufer gesehen bietet der Punkt zunächst nichts Auffälliges, — einmal auf ihn aufmerksam geworden erblickt man ihn stets wie in engster Zusammengehörigkeit mit der höchsten...
Page 18 - Antagonismus zwischen Stadt und Tempel in alter Stärke nicht wieder hervor, und wir sehen, dafs die durch alte Rivalität mit Milet verschärfte Priesterpolitik die mafsgebende bleibt. Ephesos zieht sich bald vom Kriege zurück und nimmt im Ganzen eine so antinationale Haltung an, dafs man in Versuchung kommt, auch die Niedermetzelung der tapferen Chief auf ephesischem Gebiete nicht für die Folge eines Mifsverständnisses oder eines unglücklichen Zufalles zu halten2).

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