Gesammelte Schriften, Volumes 8-9

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E. Strauss, 1878
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Popular passages

Page 100 - Buben anvertraut, — ia, ich versichre Sie mit stiller Wehmuth meines Herzens, daß ich von verschiedenen Vätern bereits mit Schlägen bedroht worden bin. O lieber Schwager, meine Hand zittert, indem ich dieses schreibe.
Page 188 - Lebens erleichtern; ob sie mich gleich geschimpst, beraubt (ach! meiner lieben Kinder beraubt!) verlassen, zum Märchen des ganzen Landes gemacht und meine ärgste Feindin ist; so will ich doch gerichtlich darum bitten, daß man ihr meine ganze Besoldung zu ihrem und meiner Kinder Unterhalt zuschike. Sie soll niemand zur Last seyn; ich will sie mit Geld und Kleidern vor sie und ihre Kinder versehen. Ich habe ihr zum Christkindlein ein langes Kleid wollen machen lassen, und nun liegt mir der Zeug...
Page 190 - Kopse, der 7 Kinder und etwann ein paar tausend Gulden im Vermögen hat. Geht dann in ihrer Vaterstadt im Salopp, als ein Scheusal herum, beklagt ihre Kinder, die sie doch elend gemacht hat, und geht, als eine...
Page 313 - Und wie ein Geist schlingt um den Hals Das Liebchen sich herum: Willst mich verlassen, liebes Herz, Auf ewig?
Page 46 - Mänteln wie unsinnig ein Todtenlied schreien muß; der unter hundert und zwanzig Tartarn, mit der Knute in der Hand, zwölf Stunden des Tags umherwandeln muß; der endlich an des Herrn Ruhetag mit neun Furien, die anstatt brennender Fakeln Fidelbögen tragen, gemartert wird; der die heil.
Page 94 - Kommandanten Bitte gleich erlaubt, daß ihn seine Frau und Kinder besuchen dürfen, so oft sie wollen. Sein Sohn ist bei ihm. Wie meinst du, wie mirs war, als er seinen Sohn vor meinen Augen ans Herz schloß? — Ich weinte wie ein kleines Kind und stampfte den Boden über mein verfluchtes Schiksal.
Page 196 - Künftigen Montag geht das aufs Vorgebirg der guten Hofnung bestimmte würtembergische Regiment ab. Der Abzug wird einem Leichenconducte gleichen, denn Eltern, Ehemänner, Liebhaber, Geschwister, Freunde, verlieren ihre Söhne, Weiber, Liebchen, Brüder, Freunde — wahrscheinlich auf immer. Ich hab' ein paar Klaglieder auf diese Gelegenheit verfertigt, um Trost und Muth in manches zagende Herz auszugiesen.
Page 232 - ... Wonneschaffer, dem Könige von Preussen zu danken - dem Monarchen, dem ichs unter allen Menschen auf Erden iust am liebsten zu danken haben mochte; -« Ludwig, wie mirs da war, das kann ich dir nicht sagen. So muß es dem Elias gewesen seyn, als er, die Erde verlassend, mit Flammenrossen in Himmel fuhr. - Geweint hab ich wie ein kleines Kind; deine holde Mutter saß neben mir - stumm und anbetend aufschauend, wie das Monument der Dankbarkeit. In Stuttgardt strömten mir schon auf dem Weege -...
Page 36 - Juni 1764 Ohne Ew. Hochedelgeboren zu kennen, ja ohne einmal einen deutlichen Begriff von dem Charakter zu haben, den Sie bekleiden, wage ich es, an Sie zu schreiben; bloß um Ihnen zu sagen, daß ich Sie bewundere. Wenn wirklich etwas dazu gehört, ein großes Genie bewundern zu können, so ist dieser Brief mehr ein Lobspruch auf mich als auf Sie. Ein solcher Eingang meines Briefes würde mich als einen Unbekannten wenig empfehlen können, wenn ich es nicht mit einem Wieland zu...
Page 50 - Seufzer ist: Ich bin müde, mehr zu leben. Nimm mich, liebster Gott, zu dir! Ich will diesen Mai eine Kur gebrauchen, weil ich neulich Blut ausgeworfen habe. Aber kann mich die Gesundheit in meiner Lage erfreuen? Wie gerne wollt ich alles leiden, wenn es dir erlaubt wäre, mich zuweilen auf einige Tage besuchen zu dürfen und meinen Gram auf deinem Herzen zu verweinen. Aber...

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