Geschichte des Hoftheaters zu Dresden: Von seinen anfängen bis zum jahre 1862

Front Cover
W. Baensch, 1878 - Sächsische Staatstheater - 672 pages
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Other editions - View all

Common terms and phrases

Popular passages

Page 16 - Komödien zu spielen soll man um der Knaben in der Schule willen nicht wehren, sondern gestatten und zulassen, erstlich, daß sie sich üben in der lateinischen Sprache; zum andern, daß in Komödien fein künstlich erdichtet, abgemalet und fürgestellt werden solche Personen, dadurch die Leute unterrichtet und ein jeglicher seines Amts und Standes erinnert und vermahnet werde...
Page 179 - Ohren besser gefallen als ungereimte. ,Aber ich bin auch niemals der Meinung gewesen, dass man im Deutschen alle Reime abschaffen solle. Nur Uebersetzungen der alten und ausländischen Poeten, worin ohnedies so viel Zwang ist, sollten von Rechtswegen dieses Vorrecht haben, ohne Reime zu erscheinen, bis etwa die Ohren der Deutschen diese Art gewohnt würden, und irgend einmal ein grosser Dichter aufstände, der Geschicke, Feuer und Herz genug hätte, ein Heldengedichte oder ein Trauerspiel ohne Reime...
Page 55 - ... konnte, hernach wusch sie sich, da ging die Schminke, womit sie sich angestrichen hatte, auch fort. Der Bräutigam kam endlich, gedachte seine Braut zu umfangen, wie er sie aber ansichtig ward, erschrak er, und gedachte, es wäre ein Gespenst.
Page 54 - Hamlet. Was, Mädchen, willst du gern einen Mann haben? Gehe weg von mir — doch komm her. Höre, Mädchen, ihr Jungfern, ihr thut nichts anders, als die junge Gesellen verführen, eure Schönheit kauft ihr bey den Apothekern und Krämern: höret, » ich will euch eine Historie erzählen.
Page 514 - Deklamationsmanier noch nie gewagt. Wenn er längere Zeit im Amte geblieben und zu mehr Autorität gelangt wäre, würde er, trotz der anregenden Bewegung, welche er in die künstlerische Tätigkeit brachte, doch dahin gewirkt haben: die Natur in den Darstellungen der Dresdner Kunstgenossenschaft, auf welche Tieck, und dessen Anhänger Eduard Devrient, so dringend gehalten - zu verfälschen und so der Kunstanstalt schädlich zu werden. Er gewann darüber...
Page 75 - TRAGEDY OF PRINCE HAMLET OF DENMARK. HAMLET. Habt ihr noch alle drey Weibspersonen bey euch, sie agirten sehr wohl? CARL. Nein, nur zwey, die eine ist mit ihrem Mann an den Sächsischen Hof geblieben.
Page 313 - Aber Brückl war oft unausstehlich. Seine Würde that ihm gar zu gütlich, so daß er überall das Beiwort königlich einflickte. Merkt euch das, war auch eine Lieblingsredensart von ihm. Denke Dir eine so unedle Gestalt wie Brückl, die nur das Crasse, nur den Tyrannen in Philipp heraushebt, und für den alle anderen Züge verloren sind. Angenehme Empfindung hat mir eigentlich nur die Kochinn gemacht.
Page 54 - Krämern: höret, ich will euch eine Historie erzählen. Es war ein Kavalier in Anion, der verliebte sich in eine Dame, welche anzusehen war wie die Göttin Venus, wie sie nun sollten zusammen zu Bette gehen, ging die Braut vor, und fing an, sich auszuziehen, nahm erstlich das eine Auge aus, welches...
Page 217 - Das sollte mir fehlen! Lieber möchte ich mir ja von einem Pferde eine Arie vorwiehern lassen, als eine Deutsche in meiner Oper zur Primadonna haben!
Page 544 - ... Der König selbst spreche es aus: Ich erkläre Sach* sen zu einem Freistaate. Das erste Gesetz dieses Freistaates, das ihm die schönste Sicherung seines Bestehens gebe, sei: Die höchste vollziehende Gewalt ruht in dem Königshause Wettin und geht in ihm von Geschlecht zu Geschlecht nach dem Recht der Erstgeburt fort.

Bibliographic information