Jahrbücher für slawische Literatur, Kunst und Wissenschaft, Volume 2

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J. Schmaler, 1854 - Slavic literature
 

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Popular passages

Page 110 - Poesie" als eine eigene, für sich bestehende Form der Dichtung mit Hecht getadelt worden ist, so trifft eine solche Missbilligung gewiss nicht ein ernstes Bestreben, die Resultate der neueren inhaltreicheren Weltbetrachtung durch die Sprache, dh durch die Kraft des bezeichnenden Wortes, anschaulich zu machen. Sollte ein Mittel unangewandt bleiben, durch welches uns...
Page 282 - Da flüstert ihm etwa* ins Ohr, er solle in die Kirche flüchten, die Thüre öffnet sich plötzlich und schliesst sich wiederum hinter ihm. Aber der König stösst mit dem Schwerte in dieselbe, als er jedoch Blut aus ihr träufeln sieht, thut es ihm leid; nichts destoweniger flucht er dem Marko und spricht: Eher...
Page 601 - Kriegsschaaren entstandenen Staaten des Mittelalters im Grossen herangebildet hatten. Bei den Serben tritt in der Folge ein anderes Zubehör des Kriegsgefolgestaates ausserordentlich scharf hervor, nämlich die Scheidung in die Kasten der Machthaber, dh der Sehern, oder der freien, selbstständigen Individuen und der Leibeignen, welche Neropchen o.
Page 36 - Fuchs, wie man mit ihm verfahren wäre. Und er stand auf und fing an umherzuwandeln. Und der Fuchs sagte: Au, jau, jau, mir ist es noch viel schlimmer gegangen, ich weiss nicht, wie ich nach Hause kommen werde; siehst du nicht, wie ich blute?
Page 24 - Raben das Wort: Rabe, mein Rabe, wo finden wir Heut unser Mahl? wer sorgte dafür? Der Rabe dem Raben die Antwort schreit: Ich weiß ein Mahl für uns bereit; Unterm Unglücksbaum* auf dem freien Feld Liegt erschlagen ein guter Held.
Page 94 - Lermontov,einSprüssling der hohen russischen Aristokratie, erhielt seinen ersten Unterricht durch Hauslehrer und machte dann, nach Art der meisten jungen Russen von vornehmer Herkunft, seinen Weg durch das Pagenkorps in die Garde. In Folge einer Ode, zu welcher der Tod...
Page 36 - Als sie nun ein Stückchen weiter gekommen waren, sagte der Fuchs leise: der Geschlagene trägt den Ungeschlagenen! Und der Wolf sprach: was flüsterst du? Der Fuchs sagte: Ach, ich weiss nicht, was ich vor Schmerzen und Elend rede. Da trug er ihn weiter. Und als sie wieder ein Stückchen weiter kamen, sagte der Fuchs leise: der Geschlagene trägt den Ungeschlagenen. Und der Wolf sprach: was flüsterst du?
Page 595 - Griechen gegen die 81aven kämpfte, hätte es nicht unternommen, diese Gebiete zu verheeren, wenn sie nicht von den Feinden der Griechen besetzt gewesen wären. Er setzte in der Dobrudscha über die Donau und trug die Verwüstung bis in das Herz der slavischen Wohnsitze. Kurz darauf wurde ein Waffenstillstand geschlossen und es waren noch nicht zwei Jahre verflossen, so machten die Slaven in Gemeinschaft mit den Avaren Raubanfälle auf die römischen Provinzen.: Eine grössere Niederlage, die sie...
Page 498 - ... zwar der Teufel, doch aber sind sie noch Engel gegen die Weiber. — Sind die Kirschen da, werden sich die Spatzen schon finden. — Entweder giebt der Baum zuviel oder zu wenig Schatten: darum muss er umgehauen werden. — Einem Hasen braucht man das Kohlfressen nicht erst zu lehren. — Wenn dieH.re einen zapft, so zapft sie ihn zweimal. — Der Löwe beachtet die Mäuse nicht, aber die Mäuse hassen den Löwen. — Das ist ein schlimmer Spion, der beiden Parteien zugleich dient, — Hoffnungsspeise...
Page 109 - Dichter verstanden hat, alle charakteristische Eigenschaften unserer alten Volkslieder sich anzueignen. Nur in sehr wenigen Versen ändert er den Volkston. Wenn jemals eine freie Nachbildung den Rang eigener Schöpfung erhalten kann, so ist es sicher hier der Fall; denn ein der Zeit nach uns weit...

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