Der meister: komödie in drei akten

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Fischer, 1906 - 108 pages
 

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Page 110 - Buddenbrooks ein erlebtes und tief empfundenes Weltgefühl mit einer bewußten Kunst innig verbunden hat, deshalb bleibt dieser Roman ein unzerstörbares Buch. Er wird wachsen mit der Zeit und noch von vielen Generationen gelesen werden: eines jener Kunstwerke, die wirklich über den Tag und das Zeitalter erhaben sind, die nicht im Sturm mit sich fortreißen, aber mit sanfter Überredung allmälig und unwiderstehlich überwältigen.
Page 112 - Eigenart ist durchaus deutsch. Ich möchte ihn zu den ersten Erzählern unserer Sprache gesellen. Jedenfalls steht er unter den heutigen wie ein Stamm zwischen Rohrgewächsen. — „Freund Hein
Page 108 - Denn das ist doch unser einziges Glück, nicht wahr, eine Macht zu spüren, über uns, draußen, die zieht und stoßt und treibt, und wir müssen, wie sie will, wir sind unschuldig, es ist stärker. Wie dumm aber nun von uns, wenn wir uns erdreisten, gescheiter zu sein als das Schicksal, das doch eben nur durch unsere Leidenschaften wirkt — schneiden wir sie ab, mit der Schere der Vernunft, dann, lieber Meister...
Page 112 - Menschenwege": Der vorliegende Vand zeigt einen ganzen Menschen und einen ganzen Künstler. Er ist frisch, kräftig und herb wie der Erdgeruch und ron einer stärke, wie ihn nur jungfräulicher Voden auszuströmen vermag. — Von den drei Erzählungen scheint mir „Prinz wieduwitt" die aller
Page 110 - Überredung allmählich und unwiderstehlich überwältigen. (Berliner Tageblatt.) „Tristan": Es liegt eminent viel Kultur in diesen Novellen. Nur ein hervorragender Künstler kann so innerliche, so tiefsinnige Probleme mit solcher Virtuosität behandeln. Hält man den Tristan-Band mit den „Buddenbrooks" zusammen, so hat man eine Verheißung für die Zukunft, deren sich unser Volk wohl freuen kann.
Page 17 - Wesens hat er eine ungemeine Liebenswürdigkeit, die sich oft in einer fast komisch übertriebenen Artigkeit und Unterwürfigkeit zeigt...
Page 106 - Geschäft des lieben Gottes. Er sitzt oben, . . . wie beim Rennen: von der Tribüne oben, die Richter, die müssen alles sehen, aber ein Pferd, das unten rennt, soll das prüfen? Nein, sondern nur geschwind, geschwind, trab, trab . . . und solche Pferde sind wir doch, nur geschwind . . . über das Leben hin, von unserer Leidenschaft geritten, - wer die kühnste hat, kommt zuerst an.
Page 24 - Aus dem Fisch ist aber mit der Zeit ein Mensch geworden. Körperlich. Nun wollen wir das doch auch geistig versuchen.
Page 58 - Sie nur nicht, mich hätte das nie versucht und ich hatte das nicht auch manchmal gespürt. Aber — aber ich erwische mich dann wieder. Weil ich nicht will, weil ich nicht untertauchen will, merken Sie sich, weil ich ein Leben verachten würde, über das ich die Gewalt verloren hätte. Das ist nichts, man bezahlt es zu teuer. Ich will mein eigener Herr bleiben. Wer klug ist, macht mir's nach.
Page 87 - Iugend — gegen die dumpfe Masse und die tausend Gesetze, an welchen wir ersticken, und die Vorurteile, an die sie uns binden will. Erhalten Sie sich diesen Haß gegen den Zwang, er ist vielleicht das Beste, das Sie haben! Aber gegen jeden, hören Sie, gegen jeden Zwang! Auch was Ihnen für recht und für gut gilt, soll nicht erzwungen werden; denn für einen anderen wieder wäre es falsch und schlecht.

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