Die homerische Odyssee in der ursprünglichen sprachform wiederhergestellt

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R. Peppmüller, 1883 - Epic poetry - 330 pages
 

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Page 5 - in welcher die Homeriden von Chios die homerischen Gedichte »vortrugen, ist dann die Sprache des späteren Epos geworden, »in dieser Sprache haben...
Page 13 - Homers mustert, so ergiebt sich das fast ausnahmslose gesetz, dass diese sich nur da finden, wo dem ionischen dialecte entweder das metrische äquivalent der äolischen form, oder das entsprechende wort selbst fehlt. Diese beobachtung ist vor allem geeignet, licht auf die entstehung der dialectmischung bei Homer zu werfen. Es geht daraus hervor, dass diese nicht durch die freie wähl, bald der ionischen bald der äolischen sprachform entstanden ist, sondern dadurch dass ein ursprünglich rein äolischer...
Page 11 - ... des äolischen dialectes, dasselbe aber in der zeit zwischen Homer und Kallinos eingebüsst hätten, eine annähme, die sich zwar aus mangel an uralten quellen des ionischen dialectes nicht widerlegen lässt, aber schon dadurch äusserst unwahrscheinlich wird, dass auch den Attikern das digamma völlig mangelt, dieser laut also dem ionischen stamme schon vor der Wanderung der lonier nach Kleinasien gefehlt zu haben scheint. Der beweis für den äolischen Ursprung der homerischen gedichte, welcher...
Page 320 - Safiov et epigrammata, quae egomet legi in trípode vetustissimo Apollinis, qui stat | in Xerolopho Byzantii, sic scripta: 15 ДНМОФАРЛМ AAFOKOFßN. nos quoque hiatus causa mterponimus v loco /, ut 'Daviis', 'Argivus', 23 'pavo', 'ovum', 'ovis', 'bovis'.
Page 5 - Dichtung, sagt er Od. S. 5, ist von äolischen Dichtern ursprünglich in rein äolischer Mundart verfasst. Mittelpunkt dieser Kunstübung war das äolische Smyrna, Träger derselben ein bestimmtes Geschlecht, eine kastenartige Innung, welche vielleicht schon damals den Namen 'OfirjQidai führte.
Page 27 - Almalov geschrieben (Müller aao II, p. 245. 246 f.). Wenn die oben entwickelte ansieht von der entstehung der dialectmischung bei Homer richtig ist, so ist es möglich die ursprüngliche sprachliche gestaltung der älteren theile der homerischen gedichte wieder zu gewinnen: wir haben nur die...
Page 319 - Onkel Bräsig' geschult hätte. Er beruft sich S. 319 f. auf die Inschriften: Wenn die Mischung der Formen verschiedener Dialekte uralter Brauch bei den Griechen war, wie wir ja nach dem Homerisclien Sprachgemengc annehmen müssten, wie kommt es denn, dass keine ältere Inschrift (vor 400 v.
Page 3 - L4cc£¿or¡c den genetiv l4içeîôao bilden konnte, bedarf für den keimer der griechischen dialecte keines beweises. Es fragt sich nur, wie die mischung von äolischen und ionischen formen in der spräche des epos entstanden ist: ob eine ursprünglich ionische mundart später mit äolismen versetzt ist, oder ob der grundbau der spräche Homers äolisch ist und die ionismen spätere eindringlinge sind. Meiner meinung nach lässt sich der beweis...
Page 14 - Hier anschluss an die spräche des epos anzunehmen, ist willkür: die lesbische lyrik giebt ja sonst mit Vermeidung aller gelahrtheit rein die lebendige Volkssprache. Man sieht daher in èçxo/jévoio passender einen archaismus, wie in TV oder Moiaáiov bei Sappho.
Page 16 - Das lange a, dieses sicherste kennzeichen nichtionischen Ursprungs der epischen spräche, hat sich auch ausserhalb der betrachteten flexionsformen bei Homer überall da erhalten, wo sich eine entsprechende ionische form mit rj nicht dafür einsetzen liess. So in den nomen und ñamen auf awv: O7taan>, ï4ÀM[tafav ^4/nofcaiov ïd/AV&awv l4íiiaáa> xáfav 'Ixeváuv Лкнам Mayóuav Tloasidáwv.

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