Das Christentum und die Geschichte: ein Vortrag

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J.C. Hinrichs, 1896 - Christianity - 20 pages
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Page 14 - Hieraus machen wir kein Geheimnis; aber wir ziehen einen Schleier über diese Leiden, eben weil wir sie so hoch verehren. Wir halten es für eine verdammungswürdige Frechheit, jenes Martergerüst und den daran leidenden Heiligen dem Anblick der Sonne auszusetzen, die ihr Angesicht verbarg, als eine ruchlose Welt ihr dies Schauspiel aufdrang, mit diesen tiefen Geheimnissen, in welchen die göttliche Tiefe des Leidens verborgen liegt, zu spielen, zu tändeln, zu verzieren...
Page 3 - Und ist in keinem Andern Heil, ist auch kein anderer Name den Menschen gegeben, darinnen ^ wir sollen selig werden.
Page 18 - Ich habe gesagt, wenn man auch nicht im Stande sein sollte, alle die Einwürfe zu heben, welche die Vernunft gegen die Bibel zu machen, so geschäftig ist: so bliebe dennoch die Religion in den Herzen derjenigen Christen unverrückt und unverkümmert, welche ein inneres Gefühl von den wesentlichen Wahrheiten derselben erlangt haben.
Page 12 - Vielmehr, ein Christ erzieht den anderen, an einem Gemüt entzündet sich das andere, und die Kraft, das zu wollen, was man billigt, entspringt aus der geheimnisvollen Macht, durch die ein Leben das andere erweckt. Am Ende dieser Reihe von Boten und Kräften Gottes steht Jesus Christus. Auf ihn weisen sie zurück; von ihm ist das Leben ausgeströmt, das sie jetzt als ihr Leben in sich tragen. Verschieden ist das Maß der bewußten Beziehung auf ihn — wer könnte das leugnen! — , aber sie alle...
Page 7 - Versuche, die in dieser Richtung gemacht worden sind und noch gemacht werden, tragen bisher ihre Widerlegung in sich selber. Höchstens in der Wirtschaftsgeschichte läßt sich eine gewisse Stringenz der Erscheinungen nachweisen, wo der Kampf um das materielle Dasein regiert; aber auch dort ist er immer wieder durchbrochen durch ideelle Momente, welche in kräftiger Weise eingreifen. In der Geschichte der Ideen und sittlichen Maximen aber kommt man mit dem plumpen Schema der Verursachung durch die...
Page 10 - Kö'nig gepriesen haben, sondern als den Fürsten des lebens, als den Erlöser und weltrichter, als die lebendige Kraft ihres Daseins — nicht ich lebe, sondern Christus lebet in mir — , und...
Page 17 - Vibelleser soll nur fortfahren, die Evangelien so zu lesen, wie er sie bisher gelesen hat; denn auch der Kritiker vermag sie schließlich nicht anders zu lesen.

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