Metrik der griechischen Dramatiker und Lyriker nebst den begleitenden musischen Künsten: Th. Griechische Metrik nach den einzelnen Strophengattungen und metrischen Stilarten

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Page xxxiii - Gewalt. Aber auch aus entwölkter Höhe Kann der zündende Donner schlagen. Darum in deinen fröhlichen Tagen Fürchte des Unglücks tückische Nähe l Nicht an die Güter hänge dein Herz, Die das Leben vergänglich zieren!
Page xxxiii - Wenn dumpftosend der Donner hallt, Da, da fühlen sich alle Herzen In des furchtbaren Schicksals Gewalt. Aber auch aus entwölkter Höhe Kann der zündende Donner schlagen, Darum in deinen fröhlichen Tagen Fürchte des Unglücks tückische Nähe, Nicht an die Güter hänge dein Herz, Die das Leben vergänglich zieren, Wer besitzt, der lerne verlieren, Wer im Glück ist, der lerne den Schmerz.
Page xxxiii - Wenn die Blätter fallen In des Jahres Kreise, Wenn zum Grabe wallen Entnervte Greise, Da gehorcht die Natur Ruhig nur Ihrem alten Gesetze, Ihrem ewigen Brauch, Da ist nichts, was den Menschen entsetze! Aber das Ungeheure auch Lerne erwarten im irdischen Leben! Mit gewaltsamer Hand Löset der Mord auch das heiligste Band, In sein stygisches Boot Raffet der Tod Auch der Jugend blühendes Leben!
Page 142 - Arsis [of iambic and trochaic verse] lässt keine Auflösung zu. Unrichtig ist es, wenn die Metriker dies annehmen. Sie verstehen unter dem anapaestus den in den dialogischen lamben eingemischten kyklischen Anapaest, der aber mit dem irrationalen Iambus nichts zu thun hat und schon deswegen keine Auflösung desselben sein kann, weil er auch an solchen Stellen des Verses vorkommt, von welchen der Spondeus bei den Griechen durchaus fern gehalten ist,
Page 31 - Duo constituuntur non pleni pedes, unus in capite, alter in fine, qualis iste est gentiles nostros inter oberrat equos.
Page xxxi - Durch die Straßen der Städte, Vom Jammer gefolget, Schreitet das Unglück — Lauernd umschleicht es Die Häuser der Menschen, Heute an dieser Pforte pocht es, Morgen an jener, Aber noch keinen hat es verschont.
Page 127 - Inhalt characterisirt eine äusserst aufgeregte Stimmung, die in einer sehr komischen Situation hervortritt und durch ihr Pathos die Komik nur noch um so stärker hervorhebt. So Lysistr.
Page 54 - ... bereits ein geheimnissvolles Morgenlicht zu dämmern beginnt und das Nahen des Tages verkündet, der beides, Heil und Unheil, bringen kann. Doch die Fäden der Zukunft sind in der Vergangenheit geknüpft, und so lässt der Chor der Greise die Thaten verflossener Zeiten vor seinem Geiste vorüberziehen und ahnt aus ihnen, immer mehr von düsterem Bangen ergriffen, die Nähe des Unheils. Die Gewalt der subjectiven Empfindung hält sich in den ruhigen Bahnen eines epischen Gesanges und erst am Ende...
Page 22 - Anders verhält es sich mit dem dritten Fusse. Ein Spondeus an dieser Stelle gibt der ersten rhythmischen Reihe einen gleichen Ausgang mit der zweiten und wird deshalb in der für recitirenden Vortrag berechneten epischen Poesie möglichst vermieden ; am meisten hat er hier noch im Anfangs - oder Schlussverse einer längeren Partie seine Stelle. In der melischen Poesie sind Verse dieses Schemas (von den Alten x«r' Ivonhov genannt ls)) weniger störend, da im Gesänge die Gleichförmigkeit des Metrums...
Page 54 - Agamem n on, die kunstreichsten und vollendetsten Bildungen dieser Art ; sie stehen hier wie die altersgrauen Säulen eines noch vom Nebel der Nacht umflossenen Tempels, über dem bereits ein geheimnissvolles Morgenlicht zu dämmern beginnt und das Nahen des Tages verkündet, der beides, Heil und Unheil briugen kann.

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