Friedrich Stoltze und Frankfurt am Main: Ein Zeit und Lebensbild

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Neuer Frankfurter Verlag, 1905 - Frankfurt am Main (Germany) - 380 pages
 

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Page 190 - Die Worte des Glaubens Drei Worte nenn' ich euch, inhaltschwer, sie gehen von Munde zu Munde; doch stammen sie nicht von außen her, das Herz nur gibt davon Kunde. Dem Menschen ist aller Wert geraubt, wenn er nicht mehr an die drei Worte glaubt. Der Mensch ist frei geschaffen, ist frei, und würd
Page 190 - Der Mensch ist frei geschaffen, ist frei, Und würd er in Ketten geboren, Laßt euch nicht irren des Pöbels Geschrei, Nicht den Mißbrauch rasender Toren; Vor dem Sklaven, wenn er die Kette bricht, Vor dem freien Menschen erzittert nicht. Und die Tugend, sie ist kein leerer Schall, Der Mensch kann sie üben im Leben, Und sollt...
Page 211 - Herren, es wird kein Haupt über Deutschland leuchten, das nicht mit einem vollen Tropfen demokratischen Öls gesalbt ist!
Page 325 - Verhältnissen lossagt, so ehre Ich diesen Schmerz und würdige denselben als eine Bürgschaft, daß Ihr und Eure Kinder auch Mir und Meinem Hause mit Treue angehören werdet. Ihr werdet die Notwendigkeit des Geschehenen erkennen.
Page 10 - Nichts architektonisch Erhebendes war damals in Frankfurt zu sehen: alles deutete auf eine längst vergangene, für Stadt und Gegend sehr unruhige Zeit. Pforten und Türme, welche die Grenze der alten Stadt bezeichneten, dann weiterhin abermals Pforten, Türme...
Page 109 - Anlaß vorhanden, für den Deutschen liegen die großen Ereignisse noch im Keim; will er ein Fest begehen, so ist es ein Fest der Hoffnung ; nicht gilt es dem Errungenen, sondern dem zu Erringenden, nicht dem ruhmvollen Sieg, sondern dem mannhaften Kampf, dem Kampfe für Abschüttelung innerer und äußerer Gewalt, für Erstrebung gesetzlicher Freiheit und deutscher Nationalwürde.
Page 325 - Notwendigkeit des Geschehenen erkennen; denn sollen die Früchte des schweren Kampfes und der blutigen Siege für Deutschland nicht verloren sein, so gebietet es ebenso die Pflicht der Selbsterhaltung, als die Sorge für die Förderung der nationalen Interessen, die Herzogthümer mit Preußen fest und dauernd zu vereinigen. Und — wie schon Mein in Gott ruhender Herr Vater es ausgesprochen — nur Deutschland hat gewonnen, was Preußen erworben.
Page 111 - Unterschiede können in nichts als in dem gemeinen Besten gegründet sein. 2. Der Zweck aller politischen Vereinigung ist die Erhaltung der natürlichen und unveräußerlichen Rechte des Menschen. Diese Rechte sind die Freiheit, das Eigentum, die Sicherheit und der Widerstand gegen die Unterdrückung.
Page 150 - Leipzig für die Kommunikationswege des geistigen Verkehrs fortsetzte) ; dazu die Senckenbergsche Stiftung, eine Art Akademie für die Naturwissenschaften, sogar mit einer Sternwarte und Anatomie. Nicht zu vergessen, das Städelsche Museum, eine lehrreiche Gemäldegalerie mit vielem Schönen und Wertvollen älterer und neuerer Kunst. Und...
Page 349 - Es stammt noch von den Demagogen, Noch aus dem alten Rebstock her. Dort aus den Arm, als kleines Bübchen, Nahm mich die Göttin Freiheit schon. Trug singend mich herum im Stübchen, Und ich behielt des Liedes Ton. Von Freiheit muß ich immer singen, So lang mein Herz noch sühlt und lebt; Nach Freiheit, Freiheit muß ich ringen, So lange, bis man mich begräbt.

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