Beiträge zur Geschichte der griechischen Philosophie

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B.G. Teubner, 1891 - Philosophie ancienne - 401 pages
 

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Page 214 - Das Hier ist z. B. der Baum. Ich wende mich um, so ist diese Wahrheit verschwunden und hat sich in die entgegengesetzte verkehrt: Das Hier ist nicht ein Baum, sondern vielmehr ein Haus. Das Hier selbst verschwindet nicht; sondern es ist" bleibend im Verschwinden des Hauses, Baumes usf., und gleichgültig, Haus, Baum zu sein. Das Dieses zeigt sich also wieder als vermittelte Einfachheit oder als Allgemeinheit.
Page 363 - And made a push at chance and sufference." (V, 1) („Denn noch bis jetzt gabs keinen Philosophen, Der mit Geduld das Zahnweh könnt ertragen, Ob sie der Götter Sprache gleich geredet, Und Schmerz und Zufall als ein Nichts...
Page 391 - Ich denke, sagte er, ihr versammelten Männer, daß wir Verwandte und Befreundete und Mitbürger von Natur sind, nicht durch das Gesetz. Denn das Ähnliche ist dem Ähnlichen von Natur verwandt, das Gesetz aber, welches ein Tyrann der Menschen ist, erzwingt vieles gegen die Natur.
Page 363 - Denn, wenn ein Nagel nur am Finger mir nicht recht geschnitten ist, so steigt dir schon die Galle. Und also hat, mit einem Worte, doch zuletzt die Stoa Recht: der Weise ist nach Jupitern der zweite in der Welt; ist reich und edel, frei und schön, ein König der Könige, vornehmlich kerngesund, versteht sich, wenn ihn nicht der Schnuppen plagt'6.
Page 181 - Schön ist, was durch Auge und Ohr unser Wohlgefallen erregt' (rb dta TJJS Kxofjg re xul öV«rag i]6ii rb xa&6v). Zur Widerlegung dieser von dem Sophisten als richtig zugegebenen Begriffsbestimmung wird ein ziemlicher Aufwand von Scharfsinn aufgeboten. Sokrates unterscheidet nämlich zwischen solchen Begriffen, die, wenn sie von zwei Dingen zusammen ausgesagt werden, auch von jedem derselben einzeln gelten, und solchen, die, wenn sie von mehreren Dingen in ihrer Verbundenheit gelten, doch nicht...
Page 182 - Ich und du sind doch zusammen zwei; hättest du nun recht mit deiner Behauptung, so müßte, was wir beide zusammen sind, doch auch jeder von uns für sich sein: ich also wäre nicht mehr einer, sondern zwei, und ebenso würde es dir ergehen. Und wenn wir beide zusammen eine gerade Zahl darstellen, müßte dann nicht auch jeder für sich eine gerade Zahl darstellen? Kurz, es ist die Unterscheidung von Geschlechtsbegriffen und Zahlbegriffen, die uns hier in ergötzlicher Form und Anwendung vorgeführt...
Page 181 - ... zwei Dingen zusammen ausgesagt werden, auch von jedem derselben einzeln gelten, und solchen, die, wenn sie von mehreren Dingen in ihrer Verbundenheit gelten, doch nicht von jedem einzelnen gelten, und wiederum, wenn sie von jedem einzelnen gelten, für die Dinge zusammen ihre Gültigkeit verlieren. Der Sophist erklärt diese Unterscheidung für baren Unsinn; was von zweien zusammen gelte, müsse doch unbedingt auch von jedem einzelnen gelten. Wenn wir beide zusammen gerecht sind, muß doch wohl...
Page 95 - Eins getroffen ward, die aber doch dem der Vernunft unvermeidlichen Begriff der Vielheit wenigstens bis zu einem gewissen Grade Einlass in das Philosophem gewährten".
Page 109 - Verbindung complieirt, dass ein Begriff, so wenig ihm an sich die Bezeichnung durch ein Wort nothwendig ist, erst dann zu vollständiger Bestimmtheit gelangt zu sein scheint, wenn er in einem bestimmten Worte sein Zeichen gefunden hat; es liegt daher nahe, dass, wer den factischen Inhalt eines bestimmten Gedankengebietes überschauen will, zunächst die Worte in Betracht ziehe, welche die Zeichen sind für die jenem Gebiete angehörigen Vorstellungen und Begriffe. In solchem Sinne richtet Aristoteles,...
Page 58 - Manuskript, so daß mir nicht einmal erst zu überlegen vergönnt war, ob ich es überhaupt ans Licht ziehen solle oder nicht. In der Beziehung also mindestens, Sokrates, bist du im Irrtum, daß du dies Buch nicht von der Streitlust eines Jünglings, sondern von dem Ehrgeiz eines gereiften Mannes geschrieben glaubst, obgleich du im übrigen, wie schon bemerkt, es nicht übel abgeschildert hast.

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