Vedica und linguistica

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K.J. Trübner, 1880 - Aryan languages - 248 pages
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Page 146 - Zahl 33 der Götter wird dichterisch nach einem bestimmten, sehr einfachen Princip zu Hunderten und Tausenden potenzirt. BENFEY versucht die Zahl 3339 auf eine sehr künstliche Weise als Potenzirung von 33 zu erklären. Er sagt: 'Bei der Multiplication ist diese Zahl (di 33) in 30 und 3 getheilt, jene mit 10 und 100, diese aber nur mit sich selbst, der heiligen Dreizahl, multiplicirt.
Page 51 - Diese Aussprache fing an durch Umstände, welche sich nicht mehr erkennen lassen, Autorität zu erlangen , für richtig und schön zu gelten und ward in Folge davon auch von Individuen und Complexen angenommen, denen die Nöthigung, welche sie herbeigeführt hatte, ganz fremd gewesen sein konnte. So erhielt sie eine weite Verbreitung; allein als die Sprache sich fixirte , war in vielen Fällen das ursprüngliche s noch nicht ganz verdrängt, wie z. B. avs neben v$, erscheint, i£#«o'at neben «#17...
Page 190 - Thema paftcan sein würde, kann man bei der sonstigen großen Uebereinstimmung des Zends mit dem Sanskrit und der so starken Corruption der Zend-Texte sehr zweifelhaft sein, ob die Kürze oder das nicht nasalirte a vor n richtig sei. Die übrigen Casus folgen zwar der Analogie der Themen auf an, zeigen aber — freilich in Uebereinstimmung mit diesen — kein n. Sonderbarer Weise hat aber Bopp, trotzdem er an derselben Stelle die Bemerkung in Bezug auf auslautendes griechisches « für einstiges...
Page 166 - Die indische Interpretation schließt sich fast ausnahmslos an den Pada-Text; nur wenige Fälle giebt es, in denen uns eine Abweichung von diesem entgegen tritt; diese gehören gewiß der Zeit an, wo wenigstens einige indische Gelehrte die Veden noch mit freierem Blick betrachteten; später wurden sie und alles was sich an sie geschlossen hatte — also auch der Pada-Text — unbezweifelbare Autorität. So mußten sich denn auch in unserer Stelle die Interpreten bescheiden krishnav für grammatisches...
Page 222 - ... wird, dh da m und n tönende Laute sind, der unaspirirte tönende Consonant ihrer Classe; analoges geschieht auch hinter dem Nasal der gutturalen (bei den Indern) oder (in den europäischen Sprachen) palatalen Classe; dieser letztere hat in den europäischen Sprachen kein besonderes Schriftzeichen, wir wollen ihn aber im folgenden durch das Zeichen n wieder geben, mit welchem gewöhnlich der indische Gutturale Nasal transscribirt ward ; hinter diesem macht sich ein g hörbar. Diese Laute erheben...
Page 186 - Das sskritische navan, als Thema, ist wiederum von den indischen Grammatikern nur aus der Declination erschlossen, erhält aber hier seine glänzende Bestätigung durch das entsprechende deutsche Zahlwort: denn mag das gothische niun den ursprünglichen Nominativ Singularis des Ntr. widerspiegeln , oder eine Verstümmelung des Nomin. Plur. dieses Geschlechtes sein, was mir viel wahrscheinlicher — Verstümmelungen der so häufig gebrauchten Zahlwörter sind ja bekanntlich sehr häufig und schon...
Page 230 - ... Nachklang von m vor Vocalen p geworden wäre. Auffallend war uns freilich das p auch vor dem tönenden l, aber hier erscheint es im Latein immer. Ich gestehe gern keine Erklärung dieses p geben zu können; daß aber dadurch die Deutung desselben aus dem m zweifelhaft wird, ist mir...
Page 182 - Basis construirt werden), gewissermaßen 'durch Beistand beschützend'. Wörtlich würde also die Uebersetzung lauten: 'Indra! du bist der durch Beistand uns: die dich liebenden Männer, mit deinen Hülfen schützende', dem Sinne gemäß: 'Du bist es Indra, der uns, die dich liebenden Männer, durch deinen Beistand, deine Hülfen beschützest'.
Page 230 - Fälle als der selbstständig gewordene Nachklang des m. Freilich würde eher b zu erwarten sein, da kein dumpfer Laut folgt; auch ist mir bis jetzt kein Fall begegnet, in welchem dieser ursprüngliche Nachklang von m vor Vocalen p geworden wäre. Auffallend war uns freilich das p auch vor dem tönenden l, aber hier erscheint es im Latein immer.
Page 149 - fünf und 'sechs' und wahrscheinlich noch einige — was ich hier ebenso wenig erörtern will, als verwandte Erscheinungen in den nächst verwandten Sprachen und selbst dem Albanesischen , da es für unsern Zweck völlig gleichgültig ist — noch im Arischen für 20 — 90 Statt finden, wenn nicht eine Zeit vorherging, in welcher beide Categorien angefangen hatten sich zu identificiren. Diese 1) Ich erlaube mir diese Gelegenheit zu benutzen in Bezug auf die Einbuße von arisch ca z. B. in zend.

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