Geschichte Polens, Part 2

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Perthes, 1863 - 617 pages
 

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Page 525 - Geschworenen (seuiareZ, ^jurati) zu wählen. Die Gleichartigkeit der Städteverwaltungen war in Polen noch durchgreifender und umfassender, als im eigentlichen Deutschland, wo die Städte meist auf dem Wege allmäligen Zusammenrückens freier und sich frei machender Einwohner entstanden sind, während hier die stoßweiße Einwanderung und nach bestimmten Normen beabsichtigte Schöpfung Bevölkerungsmassen zusammenschießt, die unmittelbar nach ihrer Setzung organisirt waren.
Page 192 - Heiligkeit, meint er, die Treue, Ergebenheit und Ergiebigkeit Polens für die Kirche gegen die Treue und den Nutzen der Deutschen oder Böhmen abwägen wollten, so gäbe das einen Unterschied wie zwischen Licht und Finsternis;; jene erkennen freudig die Herrschaft der römischen Mutterkirche an, diese aber wollen sie nur zu einer Magd und zur Zinsbarkeit herunterwürdigen...
Page 570 - II. macht sich die ars Vulcania nutzbar und legt Fussangeln; ein anderer Mitbewerber desselben beschlägt die Beine seines Rosses mit einem ferreum subtegmen; Pompilius II. bedient sich eines künstlich gearbeiteten Vexirbechers. Dies Alles ist in den paar Geschichtchen des ersten Buches zusammengedrängt. Ist das Zufall? oder war etwa Kadlubek, des Vincentius Vater, ein Schmied oder Erzarbeiter, dessen Stand der Sohn in der obigen Weise zu adeln suchte?
Page 554 - Swinka, welcher festsetzte, daß Niemand mit einem Seelsorgeramt ausgestattet würde, der nicht im Lande geboren und der Landessprache kundig wäre, In Rücksicht auf die Schulen wiederholte er die Anordnung des Erzbischofs Pelka. Ferner gebot er, in allen Kathedral- und Klosterkirchen Exemplare der...
Page 14 - Verwegenheit, nicht berufen von dem Herrn wie Aaron, ohne Rücksicht auf die Mutter Aller, den Apostolischen Stuhl, dem bekanntlich die polnischen Lande angehören, nimmst du den Titel eines «Königs von Polen
Page 570 - Kadlubek, des Vincentius Vater, ein Schmied oder Erzarbeiter, dessen Stand der Sohn in der obigen Weise zu adeln suchte? Die zahlreichen Gründe, die für die Verfälschung der polnischen Urgeschichte durch den Vincentius sprechen, werden durch eine äusserliche Wahrnehmung verstärkt. Gerade an den Stellen, wo der Verdacht eines Betruges am Dringendsten ist, kommen bei ihm...
Page 227 - Jahrhunderten einmal angebahnt hatte i 5). Er lehrte sie hier und nicht im Westen das Terrain für ihre Kriegslust und Ruhmbegier, für ihren politischen Ehrgeiz und die Erweiterung ihres Reiches zu suchen, und stellte ihr die Aufgabe, sich fortan zum Träger und Vorkämpfer der nach Osten fortschreitenden Kultur zu machen. Mit diesem Gedanken , welchen die Nation in sich aufnahm, führte sie Kasimir aus ihrer alten in ihre neue Geschichte hinüber. Seine, des letzten Plasten Regierung bildet den...
Page 337 - Schenkungsurkunden fast formelhaft.402 Die Familie von der Osten, die im Besitze von Driesen und Santok war — Driesen hatte sie im Jahre 1317 vom Markgrafen von Brandenburg als Lehen erhalten — , kam 1365 „nach Krakau und legte dort, „da es rechtlicher ist, dem natürlichen Herrn als einem Ausländer zu gehorchen", die feierliche Erklärung nieder, daß Driesen und Santok zur polnischen Krone gehören, und daß sie diese Burgen von Kasimir zu Lehen nähme".403 Auch durch den Erwerb des Gebietes...
Page 128 - Glaubens" fehlte, nicht untreu. Keiner trieb es besser wie der andere, die Polen wie die Ritter, und die Ritter wie die Polen, und als einmal der edle und ritterliche Johann von Böhmen vor den Augen der Ritter dreitausend Menschen nicht niedermetzeln ließ und ihnen das Leben schenkte, sahen diese erstaunt und verwundert darein.
Page 498 - Krakau gestalteten sich bald zu einem der anmuthigsten liebeshöfe, von denen das mittelalter zu erzählen wusste. Fast täglich sah man einen heiteren zug fröhlicher frauen, in deren mitte Hedwig vor allen erglänzte, vom schlösse herniedersteigen, während von der Stadt her der reigen der männer und ritter, um den blonden Jüngling geschaart, in die pforten des klosters einzog. Musik und gesang erscholl alsbald in den sonst so stillen räumen, und fröhlicher tanz einte die lustigen paare. Mit...