Deutsche Grammatik

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Dieterich, 1840
 

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Popular passages

Page 9 - ... sich ehmals in dem fränkischen; einige schwache spuren dieser Vermittlung läßt noch heute das niederländische gewahren. Das friesische schlägt die brücke aus dem dänischen in das sächsische; von dem hochdeutschen ufer auf das gothische gebiet ist sie uns
Page 11 - unde fit ut tantae populorum multitudines arctoo sub axe oriantur, ut non immerito universa illa regio Tanai tenus usque ad occiduum, licet et propriis loca in ea singula nuncupentur nominibus, generali tamen vocabulo Germania vocitetur . . . Gothi siquidem, Vandalique, Rugi, Heruli atque Turcilingi, nec non etiam aliae feroces et barbarae nationes e Germania prodierunt.
Page iv - Sammlung roher Stoffe, deren Wichtigkeit künftig einmal gezeigt werden kann, zu wenig mein eigen, als daß ich sie zu einem Maßstab meiner Dankbarkeit und Anhänglichkeit hätte brauchen dürfen. Ich schlage auch gegenwärtiges Buch, dessen Mängel nicht verborgen bleiben werden, nur etwas höher an, weil es mich...
Page v - Ich bin des festen Glaubens, selbst wenn der Wert unserer vaterländischen Güter, Denkmäler und Sitten weit geringer angenommen werden müßte, als wir ihn gerecht und bescheiden voraussetzen dürfen, daß dennoch die Erkenntnis des Einheimischen unser die würdigste, die heilsamste und aller ausländischen Wissenschaft vorzuziehen wäre.
Page iii - Mutter unermüdliche Sorge nicht mehr übersah, was aus uns fünf Brüdern werden sollte, und ich, mir selbst überlassen, in manchem verabsäumt, doch voll guten Willens, redlich mein vorgesetztes Studium zu betreiben, nach Marburg kam; da fügte es sich...
Page 12 - Ob die ('milieu ihr pi'uAsit bereits von der spräche, und ihrer eignen spräche in jener umfassenden bedeutung gebrauchten, wissen wir nicht; doch steht zu erwarten, wenn sie das gemeinsame zwischen ihrer und zb der fränkischen zunge hätten ausdrücken wollen, dall ihnen gerecht gewesen wäre zu sagen : wir Gothen und die Franken reden 'piudisko.' nannten sie sich selbst doch 'gutpiuda.
Page xv - Nur wenn man den lauten reinphysiologische functionen unterschiebt und darauf ein unerwiesnes und unbeweisbares System der aussprache gründet (so viel Scharfsinn und feiner tact sich dabei an den tag gelegt hat), wird mir wenigstens die luft allzu dünn, und ich vermag nicht darin zu leben.
Page iii - Wie hat sich mein Herz danach gesehnt, lieber Savigny, was ich einmal Gutes und Taugliches hervorzubringen im Stande sein würde, Ihnen und keinem andern öffentlich zuzuschreiben. Gott weiß und tut stets das Beste. Als nach dem frühen Tode des Vaters und dem Absterben beinahe aller Verwandten der liebsten seligen...
Page 25 - ... volkslieder, des aberglaubens und aller gemeinen überlieferungen hat. im angelegentlichen gebrauch dieser quellen bin ich es gewahr geworden, welche 'schätze daraus zu heben, welche ergänzungen der schriftlichen denkmäler darin versteckt sind ; zur unmittelbaren auferbauung unserer poesie und sprache können sie nicht gereichen. Wie mich dünkt, darf die historische grammatik weniger den bunten wirrwarr der mundartlichen lautverhältnisse, als bruchstücke einzelner flexionen, Wortbildungen...
Page 558 - Unserm gefühl ist es tief eingeprägt , daß der vocal des präs. als erster laut gesetzt werde, dann im prät. in einem zweiten und dritten ablaute. Hierauf beruht das System der deutschen conjugation und es gelten dafür zwei, wie mich dünkt, unabweisbare gründe; nicht nur die schwache flexion lehrt, daß von dem präs.

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