Die gesellschaft ordnung und ihre natürlichen grundlagen: Entwurf einer sozial-anthropologie zum gebrauch für alle gebildeten, die sich mit sozialen fragen befassen

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G. Fischer, 1895 - Sociology - 408 pages
 

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Page 174 - Rasse schließlich daselbst wieder die Oberhand bekommen, in Farbe, Kürze des Schädels, vielleicht sogar in den intellektuellen und sozialen Instinkten: wer steht uns dafür, ob nicht die moderne Demokratie, der noch modernere Anarchismus und namentlich jener Hang zur „commune...
Page 21 - Zuchtwahl« mißfallen; wenn wir sie aber richtig auffassen, so sei an ihnen nichts zu entdecken, »was unser Gefühl verletzt. Jene Sätze besagen nur, daß der Kräftige bestehen, der Unkräftige vergehen, der Tüchtige siegen und der Untüchtige unterliegen, der Angepaßte, dh derjenige, der einen Platz am besten auszufüllen vermag, denselben auch einnehmen, daß der Unangepaßte, der minder geeignete Bewerber, jenem weichen soll. Das ist aber gerade das, was wir in unserem Innern als richtig...
Page 64 - im großen und ganzen" und die Berufung auf seine persönliche Erfahrung und Kenntnis, seine Ansicht, seine Eindrücke, und auf die Unhaltbarkeit und Unwahrscheinlichkeit sozialdemokratischer „Ansichten", die er dann zur Kontrastwirkung in möglichst krassen Ausdrücken wiedergibt. „Auch unter den Großindustriellen habe ich * viele* ]) kennen gelernt, die durch bedeutende Eigenschaften, namentlich durch organisatorisches Talent und durch Wissenskraft ihren Platz verdienten
Page 91 - ... Züchtung beim Menschen dar; 2. die Absonderung der Kinder der bevorzugten Stände von der großen Masse ermöglicht eine sorgfältigere Erziehung; 3. die bessere Ernährung und die sorgenlosere Lebensweise der den bevorzugten Ständen angehörenden Individuen wirken steigernd auf die Tätigkeit der Seelenanlagen; 4. die günstigeren Lebensbedingungen der höheren Stände spornen die Angehörigen der unteren Stände an, ihre besten Kräfte im Wettbewerb einzusetzen, um dieser günstigeren Bedingungen...
Page 174 - Instinkten: wer steht uns dafür, ob nicht die moderne Demokratie, der noch modernere Anarchismus und namentlich jener Hang zur „commune", zur primitivsten Gesellschaftsform, der allen Sozialisten Europas jetzt gemeinsam ist, in der Hauptsache einen ungeheuren Nachschlag zu bedeuten hat — und daß die Eroberer- und Herrenrasse, die der Arier, auch physiologisch im Unterliegen ist?
Page 11 - Ziegler: Die Naturwissenschaft und die sozialdemokratische Theorie, ihr Verhältnis dargelegt auf Grund der Werke von Darwin und Bebel, Stuttgart 1894.
Page 42 - Regierung) bewenden, sondern bestimmt diese näher dahin, daß „eine staatlich organisierte Gemeinschaft von Menschen um so besser den Kampf ums Dasein bestehen werde, je mehr sie der Bedingung entspricht, daß an jedem Platze die richtige Persönlichkeit steht, die durch ihre Begabung geeignet ist, den Platz am besten auszufüllen" (S. 29). Dies- sei „die nutzbringendste Gestaltung der Gesellschaft".
Page 51 - Hebung' ganzer Klassen, als die Sorge für den richtigen Verlauf des Prozesses, durch welchen die einzelnen Individuen an diejenige Stelle gebracht werden, der sie nach ihren Anlagen am besten gewachsen sind
Page 174 - Denn so steht es: die Verkleinerung und Ausgleichung des europäischen Menschen birgt unsre größte Gefahr, denn dieser Anblick macht müde... Wir sehen heute nichts, das größer werden will, wir ahnen, daß es immer noch abwärts, abwärts geht, ins Dünnere, Gutmütigere, Klügere, Behaglichere, Mittelmäßigere, Gleichgültigere, Chinesischere, Christlichere — der Mensch, es ist kein Zweifel, wird immer „besser...
Page 343 - Warum werden denn unsere jungen Leute verführt? Warum tauchen so viele unklare, konfuse Weltverbesserer auf? Warum wird immer an unserer Regierung herumgenörgelt und auf das Ausland verwiesen? Weil die jungen Leute nicht wissen, wie unsere Zustände sich entwickelt haben und daß die Wurzeln in dem Zeitalter der französischen Revolution liegen.

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