Möglichkeiten der Bekämpfung von Genitalverstümmelung im internationalen und nationalen Kontext: Neue Herausforderungen an die Soziale Arbeit

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GRIN Verlag, 2009 - Female circumcision - 124 pages
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Diplomarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Sozialpadagogik / Sozialarbeit, Note: 1,0, Hochschule Koblenz, 95 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Nach Angaben mehrerer Menschenrechtsorganisationen wie unter anderem TERRE DES FEMMES, (I)NTACT, amnesty international werden weltweit funf Madchen pro Minute, 6000 Madchen pro Tag, zwei Millionen Madchen pro Jahr an ihren Genitalien verstummelt. Insgesamt sind weltweit zwischen 100.000 bis 170.000 Frauen betroffen. Wie so viele las ich "Die Wustenblume" von Waris Dirie, als der autobiographische Roman im Jahr 2002 erschien und der gesamten westlichen Welt die Verstummelung der Genitalien von Millionen Madchen und Frauen ins Bewusstsein rief. Zuvor hatte ich von dieser Tradition noch nichts gehort und konnte das, was ich las, kaum fassen. Wahrend eines einjahrigen Aufenthalts in einem Dorf in Kenia verfestigte sich mein Interesse an dem "schwarzen Kontinent," kam jedoch mit der Thematik der weiblichen Genitalverstummelung nicht in Beruhrung. Zuruck in Deutschland besuchte ich eines Tages einen Vortrag von (I)NTACT, einer Organisation, die sich gegen diese Praktik engagiert, und erfuhr dort unter anderem, dass auch hier in Deutschland etwa 24.000 afrikanische Frauen von Genitalverstummelung betroffen und rund 6.000 Madchen bedroht sind. Zu diesem Zeitpunkt wurde mir bewusst, dass ich meine Diplomarbeit uber dieses Thema schreiben mochte. Weibliche Genitalverstummelung ist eine fundamentale Menschenrechtsverletzung! Lange genug hat es gedauert, bis sich diese Meinung auf internationaler Ebene durchgesetzt hatte. Seit 1995 werden nun auch Frauen die unverausserlichen Menschenrechte auf Leben, Freiheit und Sicherheit gewahrt sowie der Schutz vor grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung. Der Vorwurf des Kulturimperialismus kann meiner Meinung nach definitiv zuruckgewiesen werden. Bevor ich begann, mich mit der Thematik intensiv auseinanderzusetzen, hatte ich zwar bereits das Gefuhl,

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