Allgemeine musikalische Zeitung

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Breitkopf und Härtel, 1864 - Music
 

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Page 325 - Seine Gesichtsfarbe war gesund und derb, die Haut etwas pockennarbigt, sein Haar hatte die Farbe blau angelaufenen Stahls, da es bereits aus dem Schwarz etwas ins Grau überging. Sein Auge war blaugrau und höchst lebendig. Wenn sein Haar sich im Sturm bewegte, so hatte er wirklich etwas Ossianisch-Dämonisches. Im freundlichen Gespräch nahm er dagegen einen gutmütigen und milden Ausdruck an, besonders wenn ihn das Gespräch angenehm berührte. Jede Stimmung seiner Seele drückte sich augenblicklich...
Page 325 - Das eine Mal, als ich gerade eine Waldpartie aufnahm, sah ich ihn mir gegenüber eine Anhöhe aus dem Hohlwege, der uns trennte, hinaufklettern, den großkrempigen grauen Filzhut unter den Arm gedrückt; oben angelangt, warf er sich unter einen Kieferbaum lang hin und schaute lange in den Himmel hinein.
Page 325 - Als Beethoven mein Bild sah, bemerkte er, dass ihm die Auffassung der Haare auf diese Weise sehr gefalle, die ändern Maler hätten sie bis jetzt immer so geschniegelt wiedergegeben, so wie er vor den Hofchargen erscheinen müsse, und so wäre er gar nicht.
Page 325 - Beethovens Wohnung in Mödling war höchst einfach, sowie überhaupt sein ganzes Wesen; seine Kleidung bestand in einem lichtblauen Frack mit gelben Knöpfen, weisser Weste und Halsbinde, wie man sie damals trug, doch war alles bei ihm sehr negligiert.
Page 325 - Dont hatte mir gesagt, daß, wenn ich ihm so begegnen würde, ich ihn nie anreden oder bemerken sollte, weil er dann verlegen oder gar unangenehm würde. Das eine Mal, als ich gerade eine Waldpartie aufnahm, sah ich ihn mir gegenüber eine Anhöhe aus dem Hohlwege, der uns trennte, hinaufklettern, den...
Page 325 - Dont's wusste ich nun, dass es Zeit sei aufzuhören, und bat ihn nur, morgen wiederkommen zu dürfen, da ich in Mödling selbst wohne. Beethoven war damit sehr einverstanden und sagte: „Da können wir ja noch öfter zusammenkommen, denn ich kann nicht lange hintereinander sitzen; Sie müssen sich auch in Mödling ordentlich umsehen, denn es ist hier sehr schön, und Sie werden doch als Künstler ein Naturfreund sein.
Page 111 - Thaler, zahlbar pränumerando in '/«jährlichen Terminen à 20 Thaler (Ostern, Johannis, Michael und Weihnachten). Die ausführliche gedruckte Darstellung der innern Einrichtung des Instituts usw wird von dem Directorium unentgeltlich ausgegeben , kann auch durch alle Buch- und Musikalienhandlungen des In- und Auslandes bezogen werden. Leipzig, im August 1872.
Page 591 - Herr ist König und herrlich ^^ geschmückt: der Herr ist geschmückt, und hat ein Reich angefangen, so weit die Welt ist, und zugerichtet, daß es bleiben soll.
Page 709 - Melancholie, welche für mich ein fast ebenso großes Übel als meine Krankheit selbst ist. Denken Sie sich jetzt in meine Lage, und ich hoffe Vergebung für mein langes Stillschweigen von Ihnen zu erhalten.
Page 325 - Blick nach oben, welchen ich im Bilde wiederzugeben versucht habe. Seine Lippen waren geschlossen, doch war der Zug um den Mund nicht unfreundlich. — Er sprach gern von der anmaassenden Eitelkeit und dem verkehrten Geschmack der Wiener Aristokratie, auf die er niemals gut zu sprechen war. denn er fand sich eigentlich zurückgesetzt oder nicht genugsam verstanden.

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