Metrik der Griechen im Vereine mit den übrigen musischen Künsten: Bd. Rhythmik und Harmonik nebst der Geschichte der drei musischen Disciplinen, von R. Westphal

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Popular passages

Page 370 - Die mit einem Bogen überzogenen Noten umfassen die Mitte der Stimme — hier ist sie am bequemsten und ruhigsten (mittlere Stimmregion} — , . nach der Tiefe zu wird sie schwächer und dumpfer bis zum Erlöschen (tiefe Stimmregion) — , nach der Höhe zu wird sie stärker, schärfer, heftiger, bis endlich auch hier die Grenze erscheint (hohe Stimmregion) S. 342. — Die durch eingeklammerte Noten...
Page 4 - Namen apotelestisch und praktisch beziehen sich zunächst auf die Art und Weise, wie das Kunstwerk dem Kunstgenüsse des Zuschauers vermittelt wird. Ein musikalisches und poetisches Kunstwerk ist zwar an und für sich durch den schöpferischen Act...
Page 420 - Leichtfertigkeit so weit herabgekommen, dass sie die Ansicht aufstellen, die enharmonische Diesis mache überhaupt nicht den Eindruck eines den Sinnen wahrnehmbaren Intervalles, und dass sie dieselbe...
Page 463 - Bedeutung das chromatische und .enharmonische Geschlecht notiren wollen, so hätten zwar für die chromatische, welches keine kleineren Intervalle als Halbtöne enthält, die vorhandenen Noten ausgereicht, für das enharmonische aber hätten müssen Zeichen erfunden werden, um Vierteltonerhöhungen und Vierteltonvertiefungen auszudrücken. Dieses Mittels aber haben sich die Alten nicht nur nicht bedient, sondern sie brauchen im chromatischen und enharmonischen Geschlecht auch bei solchen Tonhöhen,...
Page 509 - Die Analogien gehen noch weiter. Die Form kann nämlich keine Kealität haben, wenn nicht eine Materie vorhanden ist, an der sie sich abprägt. Ebenso kann kein Rhythmus existiren, wenn kein Stoff vorhanden ist, der den Rhythmus annimmt und die Zeit in Abschnitte zerlegt. Denn wie schon im ersten Buche gesagt: Selber kann sich die abstráete Zeit nicht in Abschnitte zerlegen, es muss vielmehr etwas Sinnliches vorhanden sein, durch welches die Zeit zerlegt werden kann.
Page 463 - Grosse des Halbtons sieben Stufen der Octave zweierlei und fünf Stufen einerlei Tonhöhen und Zeichen haben. Es sind also alle griechischen Noten (auch die beiden in jeder Octave vorkommenden, in den alten diatonischen Scalen nicht gebrauchten Zeichen für His und eis) lediglich für die Notirung diatonischer Scalen und der .in ihnen vorkommenden Tonverhältnisse eingerichtet. Hätte man also mit Beibehaltung ihrer Bedeutung das chromatische und...
Page 420 - Melodieen ausschlössen: diejenigen, su sagen sie, hätten thöricht gehandelt, welche darüber eine Theorie aufgestellt und dies Tongeschlecht in der Praxis verwandt hätten. Als sichersten Beweis für die Wahrheit ihrer Aussage glauben...
Page 371 - ... wobei freilich, wenigstens wie bei uns die Stimmen organisirt sind, den Tenoristen das tiefere d, den Altisten das höhere d meistens etwas schwieriger wird, als die meisten übrigen Töne dieser Octave. Der Ton also, den die Griechen durch die unserem f entsprechende Note bezeichnen, ist für Baß- und Tenor-Sänger der Ton d, für Alt- und Sopran-Sänger der Ton d.
Page 382 - Tenors gibt, ,,der Tenor ist jünglinghaft, bald für schmelzende Innigkeit, bald für glühende Leidenschaft erregt; der Bass männlich reifer, von kernig nachhaltiger Kraft, würdig und ruhig, aber gewaltsamer Ausbrüche der Leidenschaft fähig: — der Tenor wie der Discant heller, beweglicher, der Bass wie der Alt dunkler, ruhiger.
Page 370 - ... sie schwächer und dumpfer bis zum Erlöschen (tiefe Stimmregion) — , nach der Höhe zu wird sie stärker, schärfer, heftiger, bis endlich auch hier die Grenze erscheint (hohe Stimmregion) S. 342. — Die durch eingeklammerte Noten bezeichneten tiefen Töne fehlen manchem sonst gutbegabten Sänger und sind bei den meisten schwächer und weniger hellklingend; die eingeklammerten hohen Töne stehen ebenfalls nicht allen Sängern zu Gebote und haben bei den meisten einen härtern, heftigem, auch...

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