Einleitung in die Psychologie nach kritischer Methode

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Mohr, 1888 - Psychology - 129 pages
 

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Popular passages

Page 80 - Bewegung kann nur Bewegung erzeugen, oder in potentielle Energie zurück sich verwandeln. Potentielle Energie kann nur Bewegung erzeugen, statisches Gleichgewicht erhalten, Druck oder Zug üben. Die Summe der Energie bleibt dabei stets dieselbe. Mehr als dies Gesetz bestimmt, kann in der Körperwelt nicht geschehen, auch nicht weniger; die mechanische Ursache geht rein auf in der mechanischen Wirkung. Die neben den materiellen Vorgängen im Gehirn einhergehenden geistigen Vorgänge entbehren also...
Page 79 - Sobald wir aber die äusseren Erscheinungen hypostasiren, sie nicht mehr als Vorstellungen, sondern in derselben Qualität, wie sie in uns sind, auch als ausser uns für sich bestehende Dinge...
Page 111 - Vermögen zu denken, oder auch ein Vermögen der Begriffe oder auch der Urtheile, welche Erklärungen, wenn man sie beim...
Page 74 - Es ist nur eine Erfahrung, in welcher alle Wahrnehmungen als im durchgängigen und gesetzmässigen Zusammenhange vorgestellt werden; eben so, wie nur ein Raum und Zeit ist, in welcher alle Formen der Erscheinung und alles Verhältniss des Seins oder Nichtseins stattfinden.
Page 60 - Uns ist wirklich nichts gegeben als die Wahrnehmung und der empirische Fortschritt von dieser zu anderen möglichen Wahrnehmungen.
Page 18 - Bewußtseinsinhalten betrachten, ohne sein Dasein für ein Ich weiter zu berücksichtigen, aber ich kann nicht mich und mein Hören für sich betrachten, ohne an den Ton zu denken", so finden wir darin nichts, was uns beirren könnte. Daß sich vom Hören des Tones das Hören nicht abtrennen läßt, als ob es ohne den Ton noch etwas wäre, ist sicher. Damit...
Page 128 - Die andere geht darauf aus, den reinen Verstand selbst, nach seiner Möglichkeit und den Erkenntnisskräften, auf denen er selbst beruht , mithin ihn in subjectiver Beziehung zu betrachten, und obgleich diese Erörterung in Ansehung meines Hauptzweckes ^ von grosser Wichtigkeit ist, so gehört sie doch nicht wesentlich zu demselben; weil die Hauptfrage immer bleibt, was und wie viel kann Verstand und Vernunft, frei von aller Erfahrung...
Page 13 - Das Ich als das subjektive Beziehungszentrum zu allen mir bewußten Inhalten, steht diesen Inhalten unvergleichlich gegenüber, es hat zu ihnen nicht eine Beziehung gleicher Art, wie sie zu ihm, es ist nicht seinen Inhalten bewußt, wie der Inhalt ihm; es zeigt sich eben darin nur sich selber gleich, daß wohl Anderes ihm, aber nie es selbst einem Anderen bewußt sein kann. Es kann selbst nicht Inhalt werden und ist in nichts dem gleichartig, was irgend Inhalt des Bewußtseins sein mag. Es läßt...
Page 79 - Gegenstände ausser uns vorgestellt werden können; welche Frage nun ganz und gar nicht die vermeinte Schwierigkeit enthält, den Ursprung der Vorstellungen von...
Page 17 - ... Anderes achten als eben auf den Ton, den ich hören soll, und werde ihn dann vielleicht wirklich hören. Wer ausserdem noch sein Hören hört oder auf eine andere, mir nicht gegebene Art wahrnimmt, den könnte ich um diese Art des Wahrnehmens vielleicht beneiden, aber ich wüsste es ihm nicht nachzuthun. Der Ton ertönt mir...

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