Johann Gottlieb Fichte's Leben und literarischer Briefwechsel, von I.H. Fichte, Volume 2

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1862
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Page 75 - Unsere Welt ist das versinnlichte Materiale unserer Pflicht; dies ist das eigentliche Reelle in den Dingen, der wahre Grundstoff aller Erscheinung. Der Zwang, mit welchem der Glaube an die Realität derselben sich uns aufdringt, ist ein moralischer Zwang; der einzige, welcher für das freie Wesen möglich ist.
Page 76 - Es liegt kein Grund in der Vernunft aus jener moralischen Weltordnung herauszugehen und vermittelst eines Schlusses vom Begründeten auf den Grund noch ein besonderes Wesen, als die Ursache desselben, anzunehmen...
Page 158 - Aber demungeachtet muß die kritische Philosophie sich durch ihre unaufhaltbare Tendenz zu Befriedigung der Vernunft in theoretischer sowohl als moralisch praktischer Absicht überzeugt fühlen, daß ihr kein Wechsel der Meinungen, keine Nachbesserungen oder ein anders geformtes Lehrgebäude bevorstehe, sondern das System der Kritik auf einer völlig gesicherten Grundlage ruhend, auf immer befestigt,, und auch für alle künftige Zeitalter zu den höchsten Zwecken der Menschheit unentbehrlich sei.
Page 384 - Mode und das Glück) alsdann zwar nicht mehr, aber gewiß auch nicht weniger denn jetzt gelesen werden. Und woher möchte dieses kommen? Daher, weil Schriften, deren...
Page 382 - Es gibt nichts Roheres als den Geschmack des jetzigen deutschen Publikums, und an der Veränderung dieses elenden Geschmacks zu arbeiten, nicht meine Modelle von ihm zu nehmen, ist der ernstliche Plan meines Lebens.
Page 384 - Wert nach geschätzt, aber nicht mehr gelesen werden, dies liegt ebensosehr in der Natur der Sache, als es darin liegt, daß die meinigen (von denen, versteht sich, welchen sie zufällig in die Hände fallen, denn darüber entscheidet die Mode und das Glück) alsdann zwar nicht mehr...
Page 76 - Der eben abgeleitete Glaube ist aber auch der Glaube ganz und vollständig. Iene lebendige und wirkende moralische Ordnung ist selbst Gott; wir bedürfen keines andern Gottes und können keinen andern fassen.
Page 340 - Nichts ist von allen gültig, was nicht ebendarum auch für alle gültig wäre, und umgekehrt: denn das von ist selbst nur das — nur als bestimmtes genommene, für: und das für selbst nur das, nur als bestimmbar genommene, Von").
Page 151 - Mein Plan in Absicht des Naturrechts, des Staatsrechts, der Staatsweisheitslehre geht ins weitere, und ich kann leicht ein halbes Leben zur Ausführung desselben bedürfen. Ich habe also immer die frohe Aussicht, Ihr Werk für dieselbe zu benutzen. — Sollten bis dahin meine Ideen sich formen, und ich auf unerwartete Schwierigkeiten stoßen; wollen Sie dann wohl erlauben, daß ich mir Ihren gütigen Rat erbitte?
Page 406 - Reden an die Deutschen" gefallen, ift mir ein rechter Trost ; das Buch hat mir viel Angst gekostet, indem mir immer die Behandlung des unglücklichen Palm dabei vorschwebte. So konnte ich keine Nacht ruhig schlafen, solange die Fremden da waren, die hier viele Menschen beispiellos geängstigt haben. Das Buch ist mit inniger Liebe, dem dringendsten Pflichtgefühl und Ergebung geschrieben; denn daß man Gefahr lief, wußte der Verfasser wohl, und ich danke Gott mit gerührtem Herzen, daß alle Ungewitter...

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