Encyclopädisches Wörterbuch der medicinischen Wissenschaften, Volume 1

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Boike, 1828 - Medicine - 675 pages
 

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Page 325 - Kalksalz, wahrscheinlich äpfelsaures; indefs grebt das Ammoniak mit dem Safte, worin sich dies Salz befindet, keinen Niederschlag. Nach diesen Versuchen ist die Substanz , welche die Saamenkörner der Baobabfrucht umgiebt, vorzüglich zusammengesetzt aus einem dem arabischen ähnlichen Gummi, aus einem gährungsfähigen, aber nicht krystallisirbaren Zucker , aus einem Satzmehl, einer Säure, welche der Aepfelsäure gleicht, und endlich aus einer holzigen Materie.
Page 513 - Die eigentliche Fäulnifs im Sinne der Neueren ist in dieser Fieberlehre von der hypothetischen, die bereits nach Archigenes in jeder krankhaften Veränderung der Säfte angenommen wurde, bestimmt unterschieden. Sie soll nach jeder Zurückhaltung von Aussonderungen entstehen, wodurch die natürliche Wärme in eine widernatürliche (chemische) umgewandelt, und nicht nur die Säfte, sondern endlich auch die festen Theile ergriffen werden.
Page 515 - Aufmerksamkeit werth schien, und ist sie auch keineswegcs auf pathologisch-anatomische Beobachtungen gegründet, doch wesentlich dieselbe Idee enthält, die in der neuesten Zeit ein •vielbesprochenes Lehrgebäude hervorgebracht hat. Es soll nämlich jene Entzündung Fieber erregen, vorzüglich das Brennfieber und das hektische, wobei die humoralpathologische Ansicht völlig beseitigt, und die Anzeige der kühlenden Behandlung, besonders des reichlichen Trinkens von kaltem Wasser, von der Natur...
Page 513 - Hauptmittel, und soll, gegen die bessere Ueberzeugung der Neueren, selbst bis zur Ohnmacht fortgesetzt werden, doch aber mit gebührender Rücksicht auf die Umstände, und vorzüglich auf die Kräfte, deren Fortdauer nicht unbedingt an die Zahl der Tage gebunden ist, so dafs zuweilen selbst noch am siebenten Tage und später die Bluteutziehung wiederholt werden mufs.
Page 518 - Leistenbeulen usw, alles Uebel, die gegründeten Verdacht einer Ansteckung erregen, die aber von den Alten weder berücksichtigt, noch überhaupt geahnt worden ist. Um so weniger konnten sie die Frage aufwerfen, ob den gleichen Nebeln irgend ein Allgemeinleiden folge, und kamen ihnen Krankheiten vor, die den neueren Aerzten eines unreinen Ursprunges verdächtig sind, so mußte ihnen ihre Entstehung«« art verborgen bleiben, weil ihr Sinn unempfänglich war, sie aufzufassen.
Page 107 - Lanzette, so fafst man dieselbe, die Blätter zur Schneide in einen rechten Winkel gebogen, zwischen Daumen und Zeigefinger der rechten Hand, spannt die Geschwulst mit denselben Fingern der linken Hand, indem man die Basis zusammendrückt, setzt die letzten Finger der rechten Hand neben...
Page 492 - griechischen Heere als Helden und Aerzte gleich ausgezeichnet. Doch behandelten sie keine inneren Krankheiten, am wenigsten die Pest, die man allein dem Zorn der Götter zuschrieb, ohne eine andere Hülfe zu suchen, als durch Opfer und Gebet '). Wunden heilten sie durch Entfernung des Geschosses, das sie entweder auszogen *), oder ausschnitten '), oder durchstießen, dann aber auch mit Salben °), Kräutern und Tränken, von deren Zweckmäßigkeit ein aufbehaltenes Beispiel im Homer kein vortheilhaftes...
Page 515 - Arckigenes her; saurer, durchsichtiger Schleim, der in geringe Verderbnifs übergegangen ist, soll es erregen. Die übrigen symptomatischen Unterschiede sind wichtiger; sie gründen sich auf die früher schon vorbereitete, von Aetius aber weiter durchgeführte Lehre von der rosenartigen Entzündung der Eingeweide (Ebend.
Page 108 - Abscesseii, wo weder ein Werkzeug von wichtigen Gefäfsen noch ändern Organen zu fürchten ist, von Aufsen nach Innen schneiden, so ergreift man das Werkzeug am Griff mit dem Daumen und den drei letzten Fingern der Hand, und legt den Zeigefinger auf den Rücken des Messers, stöfst die Spitze am obern Theile der Geschwulst fast senkrecht in dieselbe, bis man an dem Widerstände merkt, dafs man eingedrungen ist, senkt dann die Hand, damit das Messer mehr horizontal zu stehen kömmt und vollendet...

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