Schriften und Reden Xvi. Zur Neuordnung Deutschlands, 1918 - 1920

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Mohr Siebeck GmbH KG, 1988 - 643 pages
In diesem Band sind Max Webers offentliche Stellungnahmen in der Revolutionsperiode 1918/19, insbesondere zur Frage der Gestaltung der kunftigen Reichsverfassung, zur Revolution selbst und schliesslich zur Kriegsschuldfrage auf einer historisch-kritisch gesicherten Textgrundlage veroffentlicht. Der Band enthalt mehrere Beitrage, die bisher der Forschung unbekannt waren, wie z.B. den Artikel Unitarismus, Partikularismus und Foderalismus in der Reichsverfassung. Daruber hinaus wird erstmals Max Webers Rolle im Rahmen der Friedensdelegation in Versailles dokumentiert. Die Texte zeigen, dass Weber in sehr viel weitgehenderem Umfang an den Beratungen der deutschen Friedensdelegation in Versailles mitgewirkt hat, als bisher bekannt war. Ebenso wird durch die Edition Max Webers Anteil an den zeitgenossischen Auseinandersetzungen uber die Kriegsschuldfrage deutlich. Diese Texte werden erganzt durch Berichte uber die zahlreichen Wahlreden, die Max Weber insbesondere wahre nd des Wahlkampfes fur die Wahlen zur Nationalversammlung fur die Deutsche Demokratische Partei gehalten hat. Insgesamt entsteht ein dichtes und prazises Bild des grossen politischen Engagements Max Webers in der Grundungsphase der demokratischen Republik von Weimar. Es zeigt sich, dass Weber, ungeachtet der Tatsache, dass er sich am Ende, in tiefer Enttauschung uber die politischen Verhaltnisse, resigniert auf rein wissenschaftliche Tatigkeit zuruckzog, zeitlebens ein "politischer Burger" im tiefsten Sinne des Wortes geblieben ist, der das Schicksal der deutschen Nation mit kaum gebandigter Leidenschaft verfolgt hat.

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About the author (1988)

Max Weber, Geboren 1864 in Erfurt; Studium der Jurisprudenz, Geschichte, Nationalokonomie und Philosophie in Heidelberg, Berlin und Gottingen; 1889 Promotion uber die Geschichte der Handelsgesellschaften im Mittelalter; 1891 Habilitationsschrift uber Romische Agrargeschichte; Ordinarius fur Nationalokonomie in Freiburg und Heidelberg, fur Staatswirtschaft in Munchen; Redakteur des Archiv fur Sozialwissenschaft und Sozialpolitik und des Grundriss der Sozialokonomik ; gestorben 1920.Wolfgang J Mommsen, 1968-1996 Professor fur Mittlere und Neuere Geschichte an der Universitat Dusseldorf; 1977-1985 Direktor des Deutschen Historischen Instituts in London; 1988-1992 Vorsitzender des Verbandes der Historiker Deutschlands; 1976-2004 Mitherausgeber der Max Weber-Gesamtausgabe.

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