Westermanns Monatshefte, Volume 11, Part 2; Volume 22

Front Cover
G. Westermann., 1867
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Other editions - View all

Common terms and phrases

Popular passages

Page 325 - Herz eröffnet ; aber der Vorwurf, welchen Sie mir hätten machen können, auf so was zur Unzeit zu denken, hielte mich davon ab, obwohlen Denken niemalen zur Unzeit sein kann. Mein Bestreben ist, unterdessen etwas wenig Gewisses hier zu haben, dann läßt es sich mit der Hülfe des Unsicher« ganz gut hier leben, und dann zu heiraten!
Page 163 - Ich habe Dir lange nicht geschrieben, bin indes in Frankreich gewesen und habe die traurige einsame Erde gesehn; die Hirten des südlichen Frankreichs und einzelne Schönheiten, Männer und Frauen, die in der Angst des patriotischen Zweifels und des Hungers erwachsen sind. Das gewaltige Element, das Feuer des Himmels und die Stille der Menschen, ihr Leben in der Natur, und ihre Eingeschränktheit und Zufriedenheit, hat mich beständig ergriffen, und wie man Helden nachspricht, kann ich wohl sagen,...
Page 329 - Freundin ! Diesen Namen werden Sie mir ja doch noch wohl erlauben, daß ich Ihnen geben darf? So sehr werden Sie mich ja doch nicht hassen, daß ich nicht mehr Ihr Freund sein darf und Sie nicht mehr meine Freundin sein werden?
Page 160 - Nur Einen Sommer gönnt, ihr Gewaltigen! Und einen Herbst zu reifem Gesänge mir, Daß williger mein Herz, vom süßen Spiele gesättiget, dann mir sterbe.
Page 326 - Die Natur spricht in mir so laut, wie in jedem andern und vielleicht lauter als in manchem großen starken Lümmel. Ich kann unmöglich so leben wie die meisten dermaligen jungen Leute. - Erstens habe ich zu viel Religion, zweitens zu viel Liebe des Nächsten und zu ehrliche Gesinnungen, als daß ich ein unschuldiges Mädchen anführen könnte, und drittens zu viel Grauen und...
Page 163 - Mein Lieber! ich denke, daß wir die Dichter bis auf unsere Zeit nicht kommentieren werden, sondern daß die Sangart überhaupt wird einen ändern Charakter nehmen, und daß wir darum nicht aufkommen, weil wir, seit den Griechen, wieder anfangen, vaterländisch und natürlich, eigentlich originell zu singen.
Page 157 - Er hört Fichte'n und spricht mit Begeisterung von ihm als einem Titanen, der für die Menschheit kämpfe und dessen Wirkungskreis gewiß nicht innerhalb der Wände des Auditoriums bleiben werde.
Page 325 - Adamberger geschrieben. man sieht das zittern - wanken man sieht wie sich die schwellende brust hebt - welches durch ein crescendo exprimirt ist - man hört das lispeln und seufzen - welches durch die ersten violinen mit Sordinen und einer flaute mit in unisono ausgedrückt ist.
Page 162 - Frühlinge gewandert, aber kurz zuvor, auf den gefürchteten überschneiten Höhen der Auvergne, in Sturm und Wildnis, in eiskalter Nacht und die geladene Pistole neben mir im rauhen Bette— da hab' ich auch ein Gebet gebetet, das bis jetzt das beste war in meinem Leben und das ich nie vergessen werde.
Page 324 - Gott wills so haben. Es wird noch alles gut gehen. Ich hoffe der Papa wird wohl auf seyn und so vergnügt wie ich, ich gebe mich ganz gut drein.

Bibliographic information