Der lyriker Hermann von Gilm

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J. Janotta, 1896 - 29 pages
 

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Page 15 - ALLERSEELEN Stell auf den Tisch die duftenden Reseden, Die letzten roten Astern trag herbei Und laß uns wieder von der Liebe reden, Wie einst im Mai. Gib mir die Hand, daß ich sie heimlich drücke, Und wenn man's sieht, mir ist es einerlei ; Gib mir nur einen deiner süßen Blicke, Wie einst im Mai. Es blüht und funkelt heut...
Page 21 - Nun gib acht! Alle Lichter dieser Welt, Alle Blumen, alle Farben Löscht sie aus und stiehlt die Garben Weg vom Feld. Alles nimmt sie, was nur hold, Nimmt das Silber weg des Stromes, Nimmt vom Kupferdach des Domes Weg das Gold. Ausgeplündert steht der Strauch: Rücke näher, Seel' an Seele ! O die Nacht, mir bangt, sie stehle Dich mir auch.
Page 16 - Die Georgine Warum so spät erst, Georgine? Das Rosenmärchen ist erzählt, Und honigsatt hat sich die Biene Das Bett zum Schlummer schon gewählt. Sind nicht zu lang dir diese Nächte, Die Tage nicht zu schnell dahin? Wenn ich dir jetzt den Frühling brächte, Du feuergelbe Träumerin? Wenn ich mit Maitau dich benetzte, Begösse dich mit Iunilicht? Doch ach, dann wärst du nicht die Letzte, Die stolze Einzige auch nicht. m„mm„mmmmmmmmmm„mmm,mm„m „mm, m, ,„,„„„„„ mm,„„„„„„,„...
Page 13 - Wohlan! ihr schönen Mädchen aus der Ferne, Das Ruder schlägt, steigt in den leichten Kahn; Zwei Dinge giebt*s: die Wellen und die Sterne, Die ziehn das Herz unwiderstehlich an.
Page 20 - Nacht Aus dem Walde tritt die Nacht, An den Bäumen schleicht sie leise, Schaut sich um im weiten Kreise Nun gib acht! Alle Lichter dieser Welt, Alle Blumen, alle Farben Löscht sie aus und stiehlt die Garben Weg vom Feld. Alles nimmt sie, was nur hold ; Nimmt das Silber weg des Stromes, Nimmt vom Kupferdach des Domes Weg das Gold. Ausgeplündert steht der Strauch Rücke näher! Seel...
Page 8 - Tritt. Es trägt ein langes Traurgewand Und kurz geschornes Haar Und bringt die Nacht zurück ins Land, Wo schon die Dämmrung war. Es hat nicht Rast und hat nicht Ruh Und hat ein fahl Gesicht; «Es drückt beim Tag die Augen zu, Als beiße es das Licht. Es wohnt in einem öden Haus Und sinnt auf neuen Zwang, Und schaut es in die Welt hinaus, So wird der Menschheit bang. Und Jesu trug ein farbig Kleid, Und seine Brust war bloß, Und was er sprach, war Seligkeit, Und was er tat, war groß. Und Jesu...
Page 8 - Es geht ein finstres Wesen um, Das nennt sich Jesuit ; Es redet nicht, ist still und stumm, Und schleichend ist sein Tritt. Es trägt ein langes Trau'rgewand Und kurz geschornes Haar, Und bringt die Nacht zurück ins Land, Wo schon die Dämm'rung war. Es hat nicht Rast und hat nicht Ruh Und hat ein fahl Gesicht; Es drückt beim Tag die Augen zu, Als beiße es das Licht.
Page 8 - Der Iesuit. Es geht ein finstres Wesen um, Das nennt sich Jesuit ; Es redet nicht, ist still und stumm, Und schleichend ist sein Tritt. Es trägt ein langes Trau'rgewand Und kurz geschornes Haar, Und bringt die Nacht zurück ins Land, Wo schon die Dämm'rung war.
Page 17 - Wie du den Maitag nicht gekannt! Und spät wie dir, du feuergelbe Stahl sich die Liebe mir ins Herz Ob spät, ob früh — , es ist dasselbe Entzücken und derselbe Schmerz!
Page 5 - Knaben küsst sie lang und warm, Als gab' sie ihm die Seele, und ermattend Fällt sie dem Gatten in den Arm. Dies Auge, nun gebrochen und verdunkelt, Hat einstens, wie in lauer Sommernacht Der Sirius, der brennende...

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