Lübische Geschichten und Sagen

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Boldemann, 1852 - 399 pages
 

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Page 323 - Armen sind verstöret; / ihr Seufzen dringt zu mir herein, / ich Hab ihr Klag erhöret. / Mein heilsam Wort soll auf den Plan, / getrost und frisch sie greifen an / und fein die Kraft der Armen.
Page 322 - Ich muß auf sein, die Armen sind verstöret; ihr Seufzen dringt zu mir herein, ich hab ihr Klag erhöret. Mein heilsam Wort soll auf den Plan, getrost und frisch sie greifen an und sein die Kraft der Armen' . Das Silber, durchs Feuer siebenmal bewährt, wird lauter funden [vgl . Ps.
Page 322 - Ach Gott vom Himmel sieh darein" zum Ausdruck gebracht hat : "Ach Gott vom Himmel sieh darein und laß dich des erbarmen, wie wenig sind der Heilgen dein, verlassen sind wir Armen. Dein Wort man läßt nicht haben wahr, der Glaub ist auch verloschen gar bei allen Menschenkindern.
Page 322 - Ach Gott, vom Himmel sieh' darein, Und laß dich deß erbarmen! Wie wenig sind der Heil'gen dein! Verlassen sind wir Armen : Dein Wort man läßt nicht haben wahr; Der Glaub' ist fast erloschen gar Bei allen Menschenkindern.
Page 65 - Schifferweiber insonderheit schuldig gewesen, ohn' unzählig viel andere, spricht er zu ihr: er wolle ihr Alles verzeihen, wofern sie ihm zweierlei bei ihrer Seelen Seligkeit angelobe : erstens, daß sie nach diesem Tage ehrlich leben; und zweitens, daß sie keiner Frauen- noch Mannsperson von diesem Handel das Geringste anvertrauen wolle; er werde sein Schärtchen schon auszuwetzen wissen. Nun ist er ganz stille, bis alle noch abwesenden Schiffer mit der Zeit heimkommen. Als die aber alle angelangt...
Page 66 - Sie sprechen ja, und darauf macht der Prinzipal den Anfang, nimmt seine Frau bei der Hand, stellt sich zum Tanz voran und die andern auf der Reige auch also, und wie sie alle da stehn, spricht er: „so thut, wie ich thue!
Page 64 - Frau werde wohl kommen, und schlaft mit Frieden. Etliche Stunden danach kommt die Schifferin leise daher gezogen, macht die Kammer zu und legt sich in der Stille nieder. Nun mochte der Mann etwa leichten Schlafes sein, wendet sich zur Frauen und fragt, wo sie denn die ganze Nacht gewesen sei und warum sie erst so spät auf den Morgen heimkäme. „Ach, mein lieber Mann," spricht sie, „ich bin bei meinem Mödderken (Gevatterin) gewesen; ach Gott, welch große Noth war da vorhanden!
Page 66 - Seinige geliefert haben, bescheidet er sie aus der Stadt an einen lustigen Ort, jeden mit seinem Weibe, auf daß sie sich nach vieler Müh und Sorge wieder was ergetzen möchten; er wolle ihnen einen fröhlichen Tag machen, dessen sie sich genugsam verwundern würden. Der angesetzte Tag gut wurde; und kommen also auch sämmtliche Schiffer zusammen...
Page 65 - Noth war da vorhanden!" usw Als die lügenhafte Erzählung zu Ende, bewillkommt sie der Schiffer freundlich und will sie in seinen Arm nehmen; unversehens aber stößt er der keuschen Frau die Haube herunter und wird dadurch gewahr, daß ihre Haare allerdinge abgeschnitten sind und ihr die Mönchenplatte geschoren ist. Da werden ihm die Augen leider weit; sie aber kommt Furcht und Zittern mit großem Schrecken an, daß sie gänzlich verstummt und nicht reden mag, was sie auch gefragt wird. Der Mann...
Page 67 - Leib, so mannich Land, so mannich Weib! — ein jeder habe seinen Richter auch über sich, der eben wohl wüßte, womit sie diese Untreu gegen Gott fast verschuldet. Wollten sie seines Willens leben, so wäre er gänzlich geneigt und bereit, daß sie mit gewehrter Hand, wenn die Mönche auf dem Chor zusammen wären, einen Einfall thun und ihnen das Schelmstück wohl bezahlen wollten, dann aber mit ihren Weibern davon führen. Dieser Anschlag aber ist von einem der anwesenden Weiber verrathen worden;...

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