Das Sexualleben der Australier und Ozeanier

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Leipziger Verlag, 1908 - Aboriginal Australians - 314 pages
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Page 208 - Gebärden, welche ihre erregte Wollust verraten, umher und stoßen unter Absingung eines Liedes ihre Speere in die Grube. Dieses Lied, angemessen dem obscönen Feste, lautet: ., Pulli nira, pulli nira, Pulli nira, wataka! (Non fossa, non fossa, Non fossa, sed cunnus.)
Page 285 - Die Keuschheit ist nur nach unseren Satzungen eine Tugend. In einem der Natur näheren Zustande wird das Weib in dieser Hinsicht erst durch den Willen des Mannes gebunden, dessen Besitzthum es geworden ist.
Page 14 - Fuß langes Kind auf dem Rücken, seine Beine gegen den Anus des männlichen; Bildes stemmend. Nach der Überlieferung ist das Kind ärgerlich auf den Vater, daß er die Mutter aufs neue beschläft, während es selbst noch hilfsbedürftig ist.
Page 120 - Laune verstoßen; neben ihnen gibt es in geringerer Anzahl alte Weiber und in jedem Dorfe einige Buhlerinnen; die alten Weiber wissen als Zauberinnen sich Achtung zu verschaffen und fertigen die wenigen Gerätschaften, deren man bedarf, an; die Buhlerinnen aber sind die geborenen Feinde der Päderastie...
Page 285 - Besitztum es geworden ist. Der Mensch lebt von der Jagd. Der Mann sorgt für seine Waffen und für den Fang; er ernährt die Familie. Der Waffenfähige herrscht rücksichtslos im Gebrauche seiner Übermacht; das Weib dient und duldet.
Page 280 - Beine aus einander, und mit einer schlangelnden Bewegung des Mittelkörpers warf sie mit einem kräftigen Ruck nach vorne ein Convolut von weisslichem Schleim (Sperma?) auf den Boden, wonach sie sich entfernte.
Page 286 - Mahl ist für alle bereitet, und der Mann bedarf eines Weibes. Auf einer höheren Stufe wird die Gastfreundschaft zu einer Tugend, und der Hausvater erwartet am Wege den Fremdling und zieht ihn unter sein Zelt oder unter sein Dach, daß er in seine Wohnung den Segen des Höchsten bringe. Da macht er sich auch leicht zur Pflicht, ihm sein Weib anzubieten, welches dann zu verschmähen eine Beleidigung sein würde. Das sind reine, unverderbte Sitten.
Page 88 - Clöbbergöll einzutreten , sich вп den Kriegen und an den von der Regierung angeordneten öffentlichen Arbeiten zu betheiligen. Aber in ihnen sind die Freien und die Hörigen nicht streng von einander geschieden, wenngleich jene immer den Vorrang haben, einmal als Freie, dann aber auch, weil aus ihrer Zahl die eigentlichen Fürsten theils nach Erbfolgegesetzen, theils durch Wahl genommen werden. Während also von diesen viele nur bis zu einem gewissen Lebensalter einem der zahlreichen niederen...
Page 96 - Male ehebrecherisch ein, so wird sie einfach von ihrem Manne fortgejagt und die Familie muss den Kaufpreis erstatten. Junge Mädchen werden mit Eifersucht gehütet und ist ein freier Verkehr mit jungen Männern im Dorfe nicht gestattet. Nur zu gewissen Zeiten ertönt eine besonders hell klingende Trommel des Abends aus dem Busch, worauf denselben erlaubt ist, sich dorthin zu begeben, wo sie dann mit jungen Männern zusammentreffen. Häuptlingstöchter, seien sie noch so hässlich, sind theure Waare...
Page 121 - Geburten solle wenigstens ein Hermaphrodit stecken, es solle solchen Mischwesen .eine ebenso lange Lebensdauer wie den anderen beschieden sein, und sie sollen mehr den Geschmack der Weiber als den der Männer hinsichtlich ihrer geschlechtlichen Begierden teilen. Auf seiner Fahrt von den Marquesas-Inseln nach Tahiti zu Ende des 18.

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