Die Korndämonen

Front Cover
Dümmler (Harrwitz und Gossmann), 1868 - Agriculture - 48 pages
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Selected pages

Common terms and phrases

Popular passages

Page xi - Alii immani magnitudine simulacra habent, quorum contexta viminibus membra vivis hominibus complent; quibus succensis circumventi flamma exanimantur homines.
Page x - Matrem deum venerantur; insigne superstitionis formas aprorum gestant. Id pro armis omniumque tutela securum deae cultorem etiam inter hostes praestat.
Page 27 - Ydolo quod semel in anno collectis frugibus consueverunt confingere et pro deo colere, cui nomen Curche imposuerunt, vel aliis diis qui non fecerunt celum et terram quibuscunque nominibus appellentur, de cetero non libabunt. Sed in fide domini Jhesu Christi et ecclesie catholice ac obedientia et...
Page 15 - ... der Nähe von Udvarhely wird ein lebender Hahn in die letzte Garbe hineingebunden und von einem dazu erwählten Burschen mit einem Bratspiess zu Tode gestochen. Den Leichnam balgt man aus und wirft das Fleisch weg. Haut und Federn werden bis zum nächsten Jahre aufgehoben. Im Frühjahr werden dann die Körner der letzten Garbe mit den Federn des Hahnes zusammengerieben und auf das anzubauende Feld gestreut.
Page 46 - Giebt es sagenhafte Erzählungen, die auf Saat, Ernte und Saatfeld bezüglich sind? 19) Giebt es unter dem Volke einen besonderen Ausdruck dafür, wenn der Wind im Korne Wellen schlägt (wie : der Eber geht im Korn, die Wölfe jagen sich im Korn, das Korn wolket, webt usw)?
Page 46 - Giebt es dabei altertümliche Tänze? Wenn es sein kann, wird eine genaue Aufzeichnung der Texte in der Sprache oder Mundart des Volkes erbeten. 13) In welcher Weise wird das Erntefest, die Erntemahlzeit auf dem Hofe begangen? Führt es noch einen anderen Namen, z. B. Austhochzeit, Sichellöse, Drischelhenkete , Stoppelgans, Hahn, Wodelbier usw Welche Speisen und Getränke werden dabei verabreicht? In welche Zeit fällt das Fest? Ist es etwa mit der Kirmes vereinigt?
Page 16 - Opfer dargebracht. In Schlesien fährt man an irgend einem Tage kurz vor oder nach dem Erntefest auf einem vier- bis sechsspännigen leeren Erntewagen einen mit Bändern festlich geschmückten Hahn zu einem Stoppelfeld. Dort wird er unter Gebärden, als hebe man eine schwere Last, heruntergeholt, halb in die Erde gegraben und mit einem umgestülpten Topfe bedeckt, so dass nur der Kopf aus dem durchlöcherten Boden des Gefässes hervorblickt. Dann tritt ein Bursche nach dem andern mit verbundenen...
Page 48 - Ist es Sitte, den Gutsherrn, wenn er zum ersten Male aufs Erntefeld kommt, Fremde , welche dasselbe besuchen, mit einem Kornbande zu binden? Welchen Spruch braucht man dazu? Oder ist eine andere Weise im Gebrauch, um von den Besuchern des Erntefeldes ein Trinkgeld zu erbetteln?
Page 45 - Sitten vorhanden? In vielen Orten Süd- und Norddeutschlands wird die letzte Garbe in Gestalt eines Thieres geformt, oder mit dem hölzernen Bilde eines solchen Thieres geschmückt. Es ist das je nach den verschiedenen Landschaften ein Schwein, Wolf, Bock, Hahn, Hase oder eine Kuh und die letzte Garbe erhält darnach selbst Namen, wie „die Roggesau, der Halmbock, der Wolf, der Hahn, der Hase" usw In das letzte Flachsgebnnd wird zuweilen eine lebende Kröte eingebunden.
Page 22 - Geberin oder Schöpferin der Früchte sei, deren Wachsthum fördere oder zurückhalte , die auf dem Felde stehenden vor Beschädigung behüte, fanden wir auch bereits in den S. 310 ff. aufgeführten Bräuchen und Redensarten...

Bibliographic information