Die Eidgenössischen Abschiede, Volume 8

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Wyss, Eberle & Company, 1856
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Page 168 - mit wahrem Nutzen angewendet und der eidgenössischen Verfassung angemessen gefunden haben ", auch jetzt sämmtliche Stände eine solche Neutralität zu beobachten gesinnet seien, und keiner kriegführenden Macht gestatten wollen, auf eidgenössischem Gebiet Fuß zu fassen, durch dasselbe zu streifen oder den Durchpaß zu nehmen. Weiteis ergibt sich, daß die Stände sich fest entschlossen, wenn etwas derartiges versucht werden sollte, und gütliche Erinnerungen nichts „verfangen" würden, Gewalt...
Page 168 - ... eidgenössischen Verfassung angemessen gefunden haben", auch jetzt sämmtliche Stände eine solche Neutralität zu beobachten gesinnet seien, und keiner kriegführenden Macht gestatten wollen, auf eidgenössischem Gebiet Fuß zu fassen, durch dasselbe zu streifen oder den Durchpaß zu nehmen. Weilers ergibt sich, daß die Stände sich fest entschlossen, wenn etwas derartiges versucht werden sollte, und gütliche Erinnerungen nichts „verfangen" würden, Gewalt mit Gewalt abzutreiben, folglich...
Page 288 - Tcrrorisirung empfänglich gewesen, aber bei einem allfälligen Angriff könnte man um so weniger auf die Fortdauer dieser Stimmung rechnen, als sich die Regierung beinahe ganz außer Stande sehe, den Muth dieser wackern Leute durch Unterstützungen zu beleben. Nicht drei Monate lang könnte diese Mannschaft ohne Erschöpfung der Staatsfinanzen unter den Waffen gehalten werden.
Page 188 - ... Garde zuerst gefeuert, seien vielmehr nach den glaubwürdigsten, durch eidliches Zeugniß bekräftigten Nachrichten vier Kanonenschüsse auf das Schloß gethan worden, ehe von Schweizerseite ein einziger Schuß geschehen. Vollends sei unterm 20. August die schimpfliche Entlassung aller Schweizertruppen erfolgt, und man habe denjenigen, die in Nationaldienst treten würden, hinterlistiger Weise Belohnungen versprochen, auch seither durch die mannigfaltigsten Verführungskünste und Drohungen die...
Page 188 - ... gezwungen, ihre Fahnen verlassen. Und muß nicht jeder Wohldenkende mit Entsetzen erfüllt werden, wenn er hört, daß in der Nacht des 2. September die Kerker erbrochen und ein Teil jener gefangenen Gardeoffiziere und Soldaten mit unmenschlicher Wut gemordet wurde. — Nach sorgfältiger Behe'rzigung der Gefahr, welche aus der aufgelösten Verfassung Frankreichs und der an ihrer Stelle herrschenden Verwirrung und bewaffneten Zügellosigkeit für die Schweiz noch erwachsen könnte, erneuern die...
Page 188 - Schaar von kaum achthundert tapfern Eidgenossen einen tollkühnen Angriff auf so viele Tausende andichten. Weit entfernt aber, daß die Garde zuerst gefeuert, seien vielmehr nach den glaubwürdigsten, durch eidliches Zeugniß bekräftigten Nachrichten vier Kanonenschüsse auf das Schloß gethan worden, ehe von Schweizerseite ein einziger Schuß geschehen. Vollends sei unterm 20. August die schimpfliche Entlassung aller Schweizertruppen erfolgt, und man habe denjenigen, die in Nationaldienst treten...
Page 188 - T homme n. .h«i. der sichern Hoffnung, es werden diese Maßnahmen das kräftigste Mittel sein, unter Gottes mächtigem Schutze das friedliche Vaterland in Sicherheit gegen feindliche Anfälle auf Religion, gute Sitten, Verfassung, Ruhe und Wohlstand zu erhalten." Es wird schwerlich einen Leser, namentlich keinen schweizerischen Leser geben, den dieser Beschluß nicht mit lebhaftem Unwillen erfüllen muß. Sieht er doch, daß, obwohl seine Urheber allesamt entschiedene Gegner der revolutionären...
Page 188 - Tuilerien bcrannten, wo diese Garde, ihrer Pflicht und den deutlichsten Befehlen der constitutionsmäßigen Gewalt zufolge, das Schloß heldenmüthig vertheidigte, aber größtentheils ihr Leben einbüßen mußte. Auch die Entwaffneten, mehr als sechzig an der Zahl, seien ohne Schonung niedergemacht worden und andere wehrlose Schweizer vielleicht bloß, weil sie diesen Namen trugen, durch Blutdürstige gefallen. Man habe verschiedene Officiere und Gemeine, die ein glücklicher Zufall gerettet, oder...
Page 288 - Gesammtvaterlandes dienen, während hingegen die «^publique „ne et in<livi«ible nach dem Sinn des berüchtigten Constitutionsplancs von unabsehbar schlimmen Folgen wäre, wobei vorzüglich folgende Gesichtspunkte zu beachten seien: Die alle Grenzen übersteigende lebenslängliche Gewalt der fünf Direktoren, welche vermuthlich in gleichem Grade unsere Despoten und Frankreichs Sclaven sein würden; die freie Hand, welche dieselben rücksichtlich der Finanzen mittelst ihnen...
Page 241 - ... hätte, wie Freiburg und Solothurn unter Zustimmung des Nuntius einer beträchtlichen Anzahl Emigrirter Aufenthalt gestattet, welche Flüchtlinge mit den Feinden der Republik in offenem Briefwechsel gestanden. Auch deshalb habe man Remedur versprochen, aber nie gehalten. Solche Beleidigungen tonnen von Seite Frankreichs nicht ungerächt bleiben.

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