Johann Hermann Schein und das weltliche deutsche Lied des 17. Jahrhunderts: mit einem Anhange: Schein's Stellung zur Instrumentalmusik, Issue 7

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Breitkopf & Härtel, 1908 - 96 pages
 

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Page 62 - Natur, welche so innerlich ties und reich begabt ist, daß sie jeder Form ihr Wesen einzuprägen weiß, indem sie diese von innen neu umbildet, und dadurch von der Nöthigung zu ihrem äußerlichen Umsturz bewahrt wird. So ist der Deutsche nicht revolutionär, sondern resormatorisch ; und so erhält er sich endlich auch sür die Kundgebung seines inneren Wesens einen Reichthum von Formen, wie keine andere Nation.
Page 50 - Von den Madrigalen. Einer schönen und zur Musik bequemsten Art Verse, wie sie nach der Italianer Manier in unserer deutschen Sprache auszuarbeiten.
Page 31 - Glauben: die Musik kann nie und in keiner Verbindung, die sie eingeht, aufhören die höchste, die erlösendste Kunst zu sein.
Page 59 - Wir hab'n noch Zeit zur Pönitenz. Sa, sa, sa, sa! Trinkt aus, ihr Brüder. Er kommt weder heut noch morgen wieder. 5 Vergeßt die zarten Nönnlein nit! Die Äbtissin, die ist auch mit. Der Abt, der reit, Der Abt, der reit. Sie ist gefahren hin vor an. Drum müssen wir die Nönnlein han. Sa, sa, sa, sa! Küßt rum, ihr Brüder. Sie kommt weder heut noch morgen wieder.
Page 13 - Vilanellen am besten zu gebrauchen: Jedoch habe ich etwas nur hiervon den einfeltigen andeuten wollen. Es können diese meine Liedlein füglich musicirt werden. 1. Alle drey Stimmen, als der Baß und zwene Soprani, in ihrer natürlichen Höhe, entweder für sich allein oder auch in ein corpus, etc. 2. Daß man die zweene Soprani oder Discante in Tenoren verwandeln; eine Oktave niedriger, wird dem Gehör auch nicht unannehmlich seyn.
Page 16 - Publikationen älterer praktischer und theoretischer Musikwerke, herausgegeben von der Gesellschaft für Musikforschung...
Page 92 - Es ist die edle Kunst der Musik heut »zu tage nechst der Gnaden Gottes durch nachsinniges vnd fleißiges ex»coliren vornehmer Kunstmeister beydes frembder vnd auch Teudscher »Nation zu solcher Excellenz vnd Hoheit gestiegen, daß man zweiffein »muß, ob dieselbe höher gelangen und kommen möge.
Page 75 - ... in einer Orgel viele und mancherley Stimmen, die in Unisonis, Octaven, Superoctaven , auch unter Octaven in dem grossen Untersatz und (wie es etliche nennen) Contra Bässen mit einander concordieren, zusammen gezogen werden. Daher es auch in pleno choro gar eine prächtige Harmoniam von sich...
Page 26 - Pian, submisse, wenn sie die Stimme moderiren und zugleich gar stille intoniren und musiciren sollen. Sonsten ist Pian so viel alss placide, pedetentim, lento gradu: dass man die Stimmen nicht allein messigen, sondern auch langsamer singen solle".

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