Reise nach Island im sommer 1860: Mit wissenschaftlichen anhängen

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F. A. Brockhaus, 1862 - Iceland - 499 pages
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Page 465 - Theil der ausgedehnten Weiden des Hofes Hnausar stand unter Wasser. Vom 20. Juni bis zum 13. Juli fanden in einzelnen Zwischenräumen wiederholte Ausbrüche statt und die Lavamasse , welche mit verdoppelter Wuth aus dem Krater hervorbrach, wuchs immer mehr an; gleichfalls die Zahl der verwüsteten Höfe, Weiden und Felder von wildem Korn; einer der östlichen Zweige folgte während einiger Tage dem isund.
Page 464 - Skaptärdalur auf dem linken Ufer. Nachdem der Lavastrom die Pachthöfe Svartinüpur und Litlanes verheert, welche der Kirche zu Büland angehören, war er am Abend des 11. bis nach Asar vorgedrungen, wo er augenblicklich die Häuser, Wiesen und Weiden verbrannte. Donner, Blitz und Erdbeben hatten noch nichts von ihrer Heftigkeit verloren; die Ohrenzeugen berichten von dem Gebrüll des...
Page 462 - Bimstein ward ausgeworfen, dass das Meer 40 Meilen weit davon bedeckt war und die Schiffe in ihrem Laufe gehindert wurden. Eine neue Insel entstand, aus hohen Bergklippen gebildet, in deren Mitte das Feuer in gewaltiger Thätigkeit war.
Page 466 - ... Schwängerung der Luft und des Wassers mit schädlichen Stoffen zu beklagen hatten. Zwar waren sie zweimal in eine fast vollständige Finsternis« eingehüllt worden, vorzüglich am 23. Juni, sodass es beinahe unmöglich war, zur Mittagszeit die eigenen Hände zu sehen; allein sie lebten der Hoffnung, dass die Lavaquellen bald versiegt sein und der verheerende Feuerstrom die Richtung, die er ursprünglich angenommen, nicht verändern würde. Doch am 3. August wurden sie durch den Anblick von...
Page 248 - Schachtelhalme sind höchst getreu abgedrückt, unzählige Abdrücke von Gräsern und Zweigen von kleinen kriechenden Gesträuchen, ja von Blumen, finden sich in seltener Schönheit in den Tuffen eingeschlossen; ganze Torfstücke sind in Kieselsinter und fingerdicke Reiser in einen dunkelbraunen Holzstein umgewandelt.
Page 299 - Alle diese Basaltschichten sind wohl ohne Zweifel in der Weise gebildet, dass auf dem Meeresgrunde die geschmolzene Masse zum Ausbruch gelangte und durch den Druck des auf ihr lastenden Wassers zu einer horizontalen Ablagerung in Form einer Schicht ausgebreitet wurde.
Page 448 - Kloster fykkvibaer ward von einer Wasserflut heimgesucht, welche so mächtig war, dass sie nach Berichten von Augenzeugen das grösste Seeschiff hätte tragen können. Das Weideland war zwei FUSS hoch mit Bimsstein bedeckt. Bis nach Bergen in Norwegen (180 geographische Meilen weit) wurde die feinere Asche getragen. Das im Nordosten der Kötlugjä liegende Skaptärtünga wurde hauptsächlich mit Lapilli überschüttet. Ueber diesen Ausbruch handelt die Schrift: Relation om den lld- og Vand-Flod,...
Page 464 - ... betäubender Macht in einen glühenden Ofen blasen. Dicht vor den Weideplätzen von Me— dalland wurde die brennende Fluth durch einen grossen und tiefen Abgrund im Bette der Skapta aufgehalten, in welchen sie mit schrecklichem Getöse hineinstürzte. Als die Ausfüllung der Spalte beendigt war, stauete sich die Lava, deren Masse durch fortwährende Ergüsse immer mehr anschwoll, an den steilen Ufern des Flussbettes zu einer bedeutenden Höhe auf. In der Nacht von dem 14. auf den 15. überschwemmte...
Page 36 - FUSS auf den steinigen Strand und blicken noch einmal nach der zauberisch erleuchteten Gegend: alles Alpenglühen ist verschwunden, die farbigen Wolken haben sich von Westen nach Osten gewandt und aus ihrer Mitte steigt Helios empor. Es ist Morgen. An der westlichen Seite des Esja war die Sonne untergegangen, an der östlichen ging sie nach einer kaum zweistündigen taghellen Nacht wieder auf.
Page 200 - Hrafnlinnufjall oder Obsidianberg; auf der Westseite des Berges befindet sich der Hrafntinnuhryggr oder Obsidianstrom. Zuoberst findet man eine ziemlich mächtige Lage von Lava; dann folgt die erste Schicht Obsidian; die zweite Schicht Obsidian, von der ersten durch Lava getrennt, ist über 3 FUSS mächtig und enthält bisweilen bläulich schimmernde Stellen ; manchmal erscheint die Masse nur wie ein dichtes Gewebe feiner glasartiger Fäden ; die unterste Obsidianlage fällt in das Körnige und Krummschalige....

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