Das Risorgimento |
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Andryane Augenblick bewußt Bewußtsein Briefe Bruder Bücher Carbonaro Cavour Charakter Confalonieri damals Daniele Manin denken eigenen Einfluß Empfindlichkeit erscheinen ersten Eugène Beauharnais fand Federico Franz Frau Freunde fühlen fühlte Garibaldi Gefangenen Gefühl Geist gerade Gesellschaft Gesundheit gewiß gewissen Gino Capponi Glück Gott Grafen Porro groß großen Grund Haß Hause Herz hielt Hoffnung Ideen indem Indessen Italien italienischen Jahre Jugend jungen Kaiser Karl Albert Karl Felix keit Kerker König konnte Kraft krank lassen läßt Leben Leiden Leidenschaft liberalen lich Liebe Liebenswürdigkeit liebte ließ Lombardei machen machte Mailand Mann Maroncelli Maß Menschen muß mußte Natur Neapel obwohl Österreich Pallavicino Patrioten Persönlichkeit Piemont piemontesischen Pius IX politischen Prozeß Regierung Republikaner Revolution Richter Risorgimento sagte Salvotti scheint schien schließlich schrieb Schwäche Seele Silvio Pellico Spielberg sprach stand stark Stolz suchte Temperament Teresa Tode Umstände Unglück unserer verließ viel vielleicht Viktor Emanuel Volk weniger Wesen wieder wirklich wohl wollte Wunsch wußte zuweilen
Popular passages
Page 56 - Confalonieri requiem.« Dennoch war seine Beisetzung die erste jener patriotischen Kundgebungen, die wie Trompetenstöße die Revolution einleiteten; und der Heimgegangene gewann so einen vollen, fleckenlosen Anteil an allen siegreichen Erhebungen der Folgezeit, den er lebend infolge der Beschränktheit der menschlichen Natur und der Verworrenheit irdischer Verhältnisse kaum unverkümmert hätte nehmen können. SILVIO...
Page 7 - Man ist darauf angewiesen, das letzte, was den einen einzig macht, zu ahnen mehr noch aus dem Duft, der über seinem Tun und den von ihm gebliebenen Worten schwebt, als aus seinem Tun selbst zu berechnen.
Page 1 - Wie Helden auf einer nächtlichen, vom Sturm umrauschten Bühne sehen wir sie mit flatternden Gewändern, mit starken Gebärden die Geschichte ihres Lebens spielen und werden nicht müde den tragischen und süßen Worten zu lauschen, die aus tiefer Vergangenheit abgerissen zu uns auftönen. Auch wenn wir Entsetzen und Abscheu empfinden, verläßt uns ein ehrfürchtiger Schauer vor den geistigen Wesen nicht ganz, ^ die sich jenseits unserer Sinnlichkeit vollendet haben. Wie - Halbgötter und Dämonen...
Page 155 - Wer möchte ihn darum beneiden, daß er alle seine Triebe befriedigen konnte? Zur Empfindung des Großen und Schönen zu stumpf und gewöhnlich, zu schwächlich und trocken, um die Lust des Daseins und der Persönlichkeit zu genießen, wäre er des Mitleids wert gewesen, wenn er jemals das Bewußtsein oder eine Ahnung seiner Armut gehabt hätte. So kann man füglich seinen Schatten - obwohl er zwar ohne Lob, doch nicht ganz ohne Schändlichkeit lebte - mit den Worten Dantes streifen: Sprich nicht...
Page 7 - Geistes, an das Bedeutendes sich anknüpfen lasse, das Schönheit und Größe besitzt, sei ebenso wirklich und wertvoll wie ein Lebendiges, ja, sei vollendeter und dauernder. Der Mensch erschöpfe sich im Grunde in seinen Taten, überhaupt in seinem Leben, nach diesem bleibe nichts von ihm übrig, als sein Name und daran geknüpfte Berichte; wenn man ihn wiederholen wolle, müsse man ihn neu schaffen. Allerdings kann wohl einmal die Schöpfung eines Dichters, etwa Schillers Wallenstein, den Toten...
Page 1 - Bühne sehen wir sie mit flatternden Gewändern, mit starken Gebärden die Geschichte ihres Lebens spielen und werden nicht müde, den tragischen und süßen Worten zu lauschen, die aus tiefer Vergangenheit abgerissen zu uns auftönen. Auch wenn wir Entsetzen und Abscheu empfinden, verläßt uns ein ehrfürchtiger Schauer vor den geistigen Wesen nicht ganz, die sich jenseits unserer Sinnlichkeit vollendet haben. Wie Halbgötter und Dämonen umgeben sie uns, von uns angerufen als Lehrer, als Beschützer,...
Page 5 - ... Künstliche dieser übertriebenen Figuren erkennend, sehnen wir uns nach der Wirklichkeit. Es genügt uns nicht, die gespenstischen Schauspieler in nächtliche Nebel eingehüllt vor uns ihr Glück und Unglück abhandeln zu sehen, wir möchten sie greifen, ansehen, irgendwie in ihrem Innersten lesen; aber wie wir es wagen uns zu nähern, zerrinnt der edle Umriß nach Geisterart, und ein kühler Hauch weht uns an, der uns frösteln macht. Wir sehen uns geängstigt um und zweifeln, ob etwas hier...
Page 8 - ... wiederholen wolle, müsse man ihn neu schaffen. Allerdings kann wohl einmal die Schöpfung eines Dichters, etwa Schillers Wallenstein, den Toten verdrängen; im allgemeinen aber hören wir nicht auf, die Schatten aus der Unterwelt zu beschwören, bis wir glauben, den unnachahmlichen und un vertilgbaren Persönlichkeitsgeruch zu spüren, der ihnen eigen war. So ist die Darstellung von Gewesenen eine Geisterbeschwörung. Zuweilen merken die Zuschauer, daß nur eine geschickte Spiegelung, irgendein...
Page 85 - ... Erschwerungen waren die ersten Jahre nach der Rückkehr vergleichsweise glücklich, wo das Zusammensein mit der Familie nach langer Trennung eine beständige Quelle der Freude war, und überhaupt das Freisein an sich durch den noch frisch bewußten Gegensatz als ein Gut empfunden wurde. In diesen Jahren entstand das Werk, das seinen Namen weit berühmt machte, die Geschichte seiner Leiden, die er „Meine Gefängnisse
Page 7 - ... möchte vielleicht sagen, es komme nicht darauf an zu wissen, was für Menschen Nero und Kolumbus und andere gewesen seien, da nur wichtig sei, daß der Klang eines Namens einen Genius zu Schöpfungen verlocke, die, an sich wahr und groß, Bilder der Verehrung werden könnten. Ein Geschöpf des Geistes, an das Bedeutendes sich anknüpfen lasse, das Schönheit und Größe besitzt, sei ebenso wirklich und wertvoll wie ein Lebendiges, ja, sei vollendeter und dauernder.


