Der Baumkultus der Germanen und ihrer Nachbarstämme: mythologische Untersuchungen

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Borntraeger, 1875 - Germany - 646 pages
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Page 4 - Auge erfaßt nur allzuleicht der Schwindel und man vergißt den wahren und hauptsächlichsten Grundsatz aller historischen Kritik, daß die einzelne historische Erscheinung zunächst im Kreise der Nation, der sie angehört, geprüft und erklärt werden soll und erst das Resultat dieser Forschung als Grundlage der internationalen dienen darf...
Page 251 - Aus den gesungenen liedern theile ich blofs die beziehungsvollen stellen mit:. trarira, der Sommer der ist da; wir wollen hinaus in garten und wollen des Sommers warten. wir wollen hinter die hecken und wollen den Sommer wecken. der Winter hats verloren, ' '» der Winter liegt gefangen, und wer nicht dazu kommt den schlagen wir mit Stangen...
Page 71 - Hessen, Salzburg, Tirol, die Waldfrauen und Waldmänner in Böhmen, die Tiroler Fanggen, Fänken, Nörgel und selige Fräulein, die romanischen Orken, Enguane, Dialen, die dänischen Ellekoner, die schwedischen Skogsnufvar, endlich die russischen Ljeschie bilden auf diese Weise eine einzige Sippe mythischer Gestalten.
Page 442 - Dieser Monat ist ein Kuß, den der Himmel giebt der Erde, daß sie jetzo seine Braut, künftig eine Mutter werde.
Page 577 - Ceterum nec cohibere parietibus deos, neque in ullam humani oris speciem assimulare, ex magnitudine coelestium arbitrantur: lucos ac nemora consecrant, deorumque nominibus appellant secretum illud, quod sola reverentia vident.
Page 34 - Europa" aufbewahrt hat: Postremo alios populos adiit (Hieronymus kam zu den Leuten eines anderen Gaus), qui sylvas daemonibus consecratas venerabantur et inter alias unam cultu digniorem putavere. Praedicavit huic genti pluribus diebus fidei nostrae aperiens sacramenta, denique ut sylvam succideret imperavit. Ubi populus cum securibus affuit, nemo erat, qui sacrum lignum ferro contingere auderet. Prior itaque Hieronymus assumpta bipenni excellentem quandam arborem detruncavit.
Page 56 - Man möchte rasend werden, Wilhelm, daß es Menschen geben soll ohne Sinn und Gefühl an dem wenigen, was auf Erden noch einen Wert hat. Du kennst die Nußbäume, unter denen ich bei dem ehrlichen Pfarrer zu St . . mit Lotten gesessen, die herrlichen Nußbäume, die mich, Gott weiß, immer mit dem größten Seelenvergnügen füllten!
Page 226 - Wenn das Herdfeuer in Glut kommt, glimmt dieser Klotz mit, doch ist er so angebracht, daß er kaum in Jahresfrist völlig verkohlt. Sein Rest wird bei der Neuanlage sorgfältig herausgenommen, zu Staub gestoßen und während der dreizehn Nächte zwischen W. und Dreikönigstag auf die Felder gestreut. Dies, so wähnt man, befördere die Fruchtbarkeit der Jahresernte...
Page 44 - ... leicht verständliche Symbolik) sitzen. Zu beiden Seiten des Stammes stehen die Anfangsbuchstaben seines Tauf- und Familiennamens. Ebenso sticken die Mädchen in ihre Aussteuerhemden am Halse auf jede Seite der Spange je einen Baum und die Buchstaben -ihres Namens. Es ist der Schicksals- oder Lebensbaum der jungen Leute selber gemeint, der aus dem heimatlichen Boden verpflanzt künftig auch in dem neuen Wohnsitze grünen, wachsen und FrUchte bringen soll.
Page 559 - Toppen2 93. Grohmann, Abergl. 143, 1058 war es in Rosin Gebrauch, daß die Leute bei der ersten Aussaat zur Nachtzeit in großem Zuge ein nacktes Mädchen und einen schwarzen Kater dicht vor einem Pfluge her aufs Feld führten , wo der Kater lebendig vergraben wurde. Krolmus selbst sah vor etwa 40 Jahren zu...

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