Die deutsche Frau um die Jahrhundert-wende: statistische Studie zur Frauenfrage

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Liebmann, 1904 - Women - 166 pages
A statistical study of the German woman at the turn of the century. Statistics include information on female population, age expectancy, marriage and employment figures, and contrasting figures between men and women. Several diagrams on marriage statistics are included.
 

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Page 122 - Denn als Mutter, fürwahr, bedarf sie der Tugenden alle, Wenn der Säugling die Krankende weckt und Nahrung begehret Von der Schwachen, und so zu Schmerzen Sorgen sich häufen. Zwanzig Männer verbunden ertrügen nicht diese Beschwerde, Und sie sollen es nicht; doch sollen sie dankbar es einsehn.
Page 27 - Alle Menschen sind auf gleiche Weise frei geboren; sie besitzen gewisse natürliche Rechte, die sie auf keine Art ihren Nachkommen entziehen können.
Page 42 - ... Eindruck gehabt, dass selbst kräftige und robuste Männer die Narkose und das Hantieren in der Bauchhöhle viel schlechter vertragen als Frauen. Ich will auf die Gründe dieser Tatsache nicht näher eingehen, glaube indes, dass deshalb besonders das starke Geschlecht einer Laparotomie gegenüber sich so schwach verhält, weil es sich durch Nikotin und Alkohol die Herzkraft in hohem Masse schädigt. Ich operiere lieber 5 Frauen als einen Mann und bin überzeugt, dass in dieser Beziehung mir erfahrene...
Page 42 - Jahren gab icli darauf folgende Antwort: „Carcinome, z. B. am Pankreaskopf, scheinen bei männlichen Individuen häufiger vorzukommen, wie bei weiblichen. Weiterhin habe ich von jeher den Eindruck gehabt, dass selbst kräftige und robuste Männer die Narkose und das Hantieren in der Bauchhöhle viel schlechter vertragen als Frauen. Ich will auf die Gründe dieser Tatsache nicht näher eingehen, glaube indes, dass deshalb besonders das starke Geschlecht einer Laparotomie gegenüber sich so schwach...
Page 124 - Gnanck-Kühne spricht sicher nicht nur ihr eigenes, sondern das Empfinden vieler aus, wenn sie sagt: „Die große Aufgabe der Mutterschaft und Mütterlichkeit kann das Weib aber nicht erfüllen, wenn es seinen Schwerpunkt im Erwerbsleben hat. Um des Mutterberufs willen wird das Weib immer mit geteilten Gefühlen erwerbstätig sein".
Page 7 - Ehrenamte, für das Weib ist die Ehe in jedem Sinne Beruf und zwar, so will es die Natur, soll das Weib hauptberuflich und nicht nebenamtlich Hausmutter sein. Eine höhere Aufgabe als die der Hausmutter gibt es nicht.
Page 19 - Männerarbeit ist die bedeutsamste, einschneidendste Folge der Städtegründung für das weibliche Geschlecht. Und dies nicht nur, weil die Männer in das weibliche Arbeitsgebiet einbrechen, mehr noch, weil der Unterschied zwischen gelernter und ungelernter Arbeit ausgeprägt wird.
Page 165 - Eine edle, bedeutende Frau Mit grosser Spannung erwartete die gebildete Welt dieses Auftreten einer Frau als Fürsprecherin in den eigensten Angelegenheiten ihres Geschlechtes. Alle Erwartungen wurden übertroffen, alle Zweifel zu Boden geschlagen.
Page 3 - Die Revolution in der Produktionsordnung durch die Maschine und die Revolution in den Anschauungen durch den individualistischen Zeitgeist haben auch in der Frauenwelt ihre "Wirkung getan.
Page 43 - Kirchenbesuch in grossen wie in kleinen Städten beweist dies allein schon genügend. -So ist das Weib durch sein enger begrenztes Leben vor Gefahren, vor schweren Schicksalsschlägen und Versuchungen...

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