Geschichte der Metaphysik, Volume 12

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Page 444 - dass alle jene „Fähigkeiten, die wir unter dem Namen Seelenthätig„keiten begreifen, nur Functionen des Gehirns sind, „oder, um es einigermaassen grob auszudrücken, dass „die Gedanken etwa in demselben Verhältnisse zum „Gehirn stehen, wie die Galle zu der Leber oder der „Urin zu den Nieren.
Page 439 - Das Wirkliche in seiner Wirklichkeit oder als Wirkliches ist das Wirkliche als Objekt des Sinnes, ist das Sinnliche. Wahrheit, Wirklichkeit, Sinnlichkeit sind identisch. Nur ein sinnliches Wesen ist ein wahres, ein wirkliches Wesen, nur die Sinnlichkeit Wahrheit und Wirklichkeit...
Page 187 - ... phänomenales Objekt unter anderen Objekten, bloss mit dem Unterschiede, dass es Vertreter oder Bild des Subjekts für die Vorstellung ist. Dieser Zusammenhang schimmert bei Schopenhauer nur unausgesprochen hindurch; er vermengt sogar später das Bewusstseinsich wieder mit dem Subjekt des Erkennens (P., II, 48). Die ganze Zeit und die in ihr verlaufende kausale Entwickelungsreihe ist nur in der Identität eines Bewusstseins möglich; andererseits findet das erste erkennende Tier sich bereits...
Page 224 - Scheines und der Vorstellung überwinden und sich in gehobenen Augenblicken als das allgemeine Selbstbewusstsein erkennen; in seiner konkreten Anschauung bleibt das menschliche Bewusstsein für gewöhnlich doch dem theoretisch überwundenen Schein einer selbständigen Aussenwelt und eines individuell beschränkten Ich verhaftet. Das Sichwissen der Idee ist teuer genug bezahlt mit einer Entstellung und Verzerrung der Wahrheit, welche von der Reflexion wohl durchschaut aber nicht vernichtet werden...
Page 442 - Sein einziger origineller Gedanke ist der, daß die Götter hinausprojizierte Wünsche des Menschen sind. Nun ist es ganz richtig, daß darum etwas noch nicht existiert, weil man es wünscht; aber es ist nicht richtig, daß darum etwas nicht existieren könne, weil man es wünscht. Feuerbachs ganze Religionskritik und der ganze Beweis für seinen Atheismus beruht jedoch auf diesem einzigen Schluß, dh auf einem logischen Fehlschluß.
Page 442 - Nun ist es ganz richtig, daß darum etwas noch nicht existiert, weil man es wünscht; aber es ist nicht richtig, daß darum etwas nicht existieren könne, weil man es wünscht. Feuerbachs ganze Religionskritik und der ganze Beweis für seinen Atheismus beruht jedoch auf diesem einzigen Schluß, dh auf einem logischen Fehlschluß. Wenn die Götter Wunschwesen sind, so folgt daraus für ihre Existenz oder Nichtexistenz gar nichts...

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