Die Mundart von Imst: Laut- und Flexionslehre

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K.J. Trübner, 1897 - German language - 179 pages
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Page 150 - einer" (S. 219). Bei der Vorführung des Formensystems des unbestimmten Artikels drückt sich Schatz in bezug auf den Dat. folgendermassen aus (S. 150): „Der Dativ kommt überhaupt nicht ohne Präposition vor; wo man den einfachen Artikel erwarten würde, steht die Präposition in: in an pua „einem Buben", in ara $wö$ter „einer Schwester", in an waib „einem Weibe".
Page vi - Lechtal, der noch zu Tirol gehört, hat die alemannische Mundart wie das eine Viertelstunde entfernte vorarlbergische Wart; das nächste tirolische Dorf Steg im Lechtal ist davon 14 km.
Page 158 - ... persönlichen Pronomina kann i stehen oder fehlen: (i) miar, (i) diar; ebenso beim Fragepronomen: (i) weim. Der bestimmte Artikel lautet für Dat. und Akk. Mask. in, im Akk. auch de. Über die Form in bemerkt Schatz, dass sie „offenbar bezüglich des Vokals durch die Präposition in, i beeinflusst ist; auf lautlichem Wege ist die Entstehung des in aus dem vorauszusetzenden em, en nicht denkbar
Page 157 - Es hat sich in zweifacher Weise entwickelt, 1. aus den betonten Formen 2. aus den unbetonten. Die ursteren fungieren heute als Demonstrativ und Kelativ wie nhd.
Page 3 - Spannung ist fühlbarer als bei irgend einer anderen Vokalartikulation; die Engenbildung geschieht weiter rückwärts als beim e, die Lippen nehmen eine Mittelstellung zwischen Längs- und Rundöffnung ein, die Mundwinkel sind geschlossen.
Page 39 - Bereiche von Innsbruck und Meran ist eine Differenzierung zwischen dem kurz gebliebenen mhd. a und dem gedehnten (ä) und langen n vorhanden.
Page 47 - A. 2) könnte also nur auf die Qualität des Umlauts von a bezogen werden nicht auf die zeitliche Verschiedenheit; diese bezieht sich dann nur auf die Schreibung; die Chronologie des Umlauts, welche Kauffmann Gesch.
Page 82 - Verschlussbildung nicht mehr ausgeführt und der Stimmton durch das so entstandene w hindurch beibehalten wurde; denn das wesentliche für einen stimmlosen Laut dieser Artikulation, die Verschlussbildung, fehlte; (z.
Page 99 - Sprache, das in dem entlehnten Worte sicher unaspiriert gesprochen wurde und mit dem allein herrschenden </-Anlaut zusammenfiel.
Page 17 - Für bl wird häufig auch wl gesprochen, je nach der Silbentrennung. Man spricht sowohl grä-wb als gräb-h „Gräblein".

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