Grammatik der romanischen sprachen, Volume 2

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E. Weber, 1858 - Romance languages
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Page 259 - Unterscheidung festzustellen. Die von der alten Sprache dargebotenen Ableitungsformen finden sich zwar in den neuen in ziemlicher Vollständigkeit wieder, allein in ihrer Anwendung auf die Stämme genießen sie nicht gleiche Rechte. Mehrere derselben sind zu neuen Gebilden unfähig, sie entbehren aller Productionskraft und sind als erstarrt zu betrachten; die Sprache bewahrte sie als concrete Worttheile, ohne das Bildungsmittel in ihnen zu fühlen oder benutzen zu wollen, da sie es gewöhnlich schon...
Page 412 - Das Verbum, die Bedingung dieser Zusammensetzung steht vorzugsweise im Imperativ, so daß die Phrase im Einklang mit der lebhaften Ausdrucksweise der Volkssprache einen Zuruf gewöhnlich an den damit gemeinten Gegenstand bildet.
Page 185 - Boethius zb gar nicht vorkommt, vielleicht beschränkte sie sich anfangs auf solche fälle, in welchen die vorhergehende konsonanz einen vokal verlangte, wie in sofr-i von su/ero (vgl.
Page 293 - Diese Form musste sich, da ihr Sinn dunkel war, willkürliche Verwandlungen, besonders Umgestaltung in die 1. und 2. Decl. gefallen lassen.« Daher trat bei *genis Vertauschung mit itiam, iceam ein, welch letzteres meist zur Bildung von concreten Substantiven diente (vgl. saucisse, itl. salsiccia: pelisse, itl. pelliccia}. Zu 5) Seltenheit eines Suffixes: Villette ist nach Diez, Gr. II, 372 unt. durch Vertauschung der beiden Diminutivsuffixe...
Page 109 - ... Philologie seitens der klassischen Philologen als ein Dogma, daß der lat. Konj. des Imperfekts eine Verbalform ist, die längst vor der , Ausbildung' der romanischen Hauptsprachen untergegangen sein mußte, und dieses Dogma brach stets hervor, wenn die Erklärung gewisser Eigenheiten 1 Vgl. II, S. 118 ,den Untergang dieser verschiedenen Tempora hat man aus ihrem mehr oder weniger genauen Zusammentreffen mit anderen Temnusfurmeii erklärt'.
Page 102 - Diez dit dans la note l''ee : nAn die Stelle der Nominative, welche durch ihre strenge Fesselung an die Verbalpersonen allmählich ihre Selbständigkeit eingebüßt, rücken jetzt, wenn mit Nachdruck geredet wird, die Akkusati ve: il est er ist, c'est lui das ist er. Das Nähere ist Sache der Syntax.
Page 259 - Productionskraft und sind als erstarrt zu betrachten; die Sprache bewahrte sie als concrete Worttheile, ohne das Bildungsmittel in ihnen zu fühlen oder benutzen zu wollen, da sie es gewöhnlich schon in anderer Form besaß. Solche erstarrte nur dem Etymologen erkennbare Suffixe gab es bereits im Lateinischen; in den Tochtersprachen konnte ihre Zahl nur zu-, nicht abnehmen, und die hier neu hinzugekommenen waren meist schon in der Grundsprache von geringerer Regsamkeit und Bedeutung... Die meisten...
Page 125 - Umbiegung der starken in die schwache Form hatte sich vermuthlich schon im Latein nicht selten ereignet, läßt es sich auch nur noch in wenigen Fällen nachweisen; in den Tochtersprachen aber griff diese mit dem wohlbekannten Streben nach Ausgleichung der Fleiionen zusammenhangende Reform ungemein um sich.
Page 120 - Dass man sie (die Verba) unregelmassig nannte, war unrecht; wenigstens kann die historische Grammatik diesen Gesichtspunkt nicht anerkennen , da» sie gleichfalls regelmässig sind und nur in kleinere Gruppen zerfallen.
Page 110 - Particips hätten wühlen können: „hsibeo cantandum aliqxem 'ich habe einen (von mir) zu besingenden' würde mit demselben Rechte die Meinung 'ich werde einen besingen

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