Wiener Schachzeitung, Volume 5

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1902
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Page 236 - Sehen zu stören, das Schachbrett vor und bevölkere es dann mit Figuren. Das Erstere, die Vorstellung des Schachbrettes, ist das Wesentlichere. Ist man fähig, dieses klar mit seinem inneren Auge zu sehen, so ist es weiter nicht schwer, auch die Figuren zunächst in ihrer Anfangsstellung, die einem ja
Page 99 - 35 Mitglieder. In der Saison 1901 wurde derselbe von 172 Kurgästen besucht. Diese vertheilen sich auf die einzelnen Staaten wie folgt: Oesterreich 62, Ungarn 16, Deutschland 53, Russland 11, Frankreich 6, Grossbritannien und Vereinigte Staaten von Nordamerika je 5, Niederlande 3, Belgien, Dänemark, Schweden und Schweiz je 2, Italien, Griechenland und Rumänien je 1. Unter den Gästen befanden sich:
Page 97 - Dieselbe bot mir manche Ueberraschung; denn die Liste der Preisträger zeigt eine Besetzung, welche von der „Tagesordnung" nicht unerheblich abweicht. Indem ich die getroffene Entscheidung sofort in Wirksamkeit treten Hess, habe ich auf das üblich gewordene Verfahren verzichtet, die Preisprobleme während einer gewissen Carenzzeit
Page 97 - auf Correctheit und Originalität vor das Forum der Oeffentlichkeit zu stellen. Es mag dies mit Rücksicht auf die menschliche Fehlbarkeit als Wagnis erscheinen. Aber so sehr ich es bedauern würde, wenn irgend ein Preisproblem die
Page 236 - Wie ich mir die Position vorstelle? Nun einfach, indem ich sie mir vorstelle, plastisch vorstelle. Ich stelle mir ganz scharf, wobei ich manchmal die Augen schliesse, um das innerliche Sehen nicht durch
Page 236 - ist, darauf zu sehen. Nun beginnt das Spiel. Ich mache einen Zug. Ich sehe diesen Zug auf dem vor meinem inneren Auge klar daliegenden Schachbrett ausgeführt. Das Bild, das ich jetzt vor mir habe, ist also ein klein wenig verändert; dieses so veränderte Bild suche ich festzuhalten. Nun macht der Gegner seinen Zug. Wieder wird das Bild verändert, wieder suche ich es in seiner veränderten
Page 92 - eine grosse Rolle. Der Anfangszug ist nicht besser und nicht schlechter, als er in dieser unerfreulichen Stellung sein kann. Mit der letzteren und den wenig bedeutenden Varianten söhnt jedoch die Vertiefung der Idee und das verborgene Hauptspiel aus; ich möchte dieses mit einer Perle vergleichen, welche man aus trübem Wasser hervorsuchen muss. Bei dem nächstfolgenden Paare
Page 90 - Schwierigkeit. Ich bin auch jetzt noch überzeugt, dass, wenn irgend ein Preisrichter blindlings eine der 8 bis 10 Bewerbungen, welche ganz ernstlich in Betracht kamen, gezogen hätte, ein erheblicher Fehlgriff nicht zu fürchten gewesen wäre. Nachdem jedoch noch einige Preise angefügt wurden, sah ich mich in der Lage, auf einen derartigen „Handstreich
Page 236 - ein Kampf zwischen Gedanken. Was für Gedanken? wird man fragen. Sind denn die Gedanken, welche durch die Manöver der Schachfiguren hervorgebracht werden, nicht gering an Zahl und an Mannigfaltigkeit? Leute, die das Schachspiel nicht tiefer erfasst haben, mögen vielleicht glauben, die Ueberlegungen, welche dasselbe erfordert, seien kurz und kümmerlich, zum Beispiel:
Page 90 - erkennbar ist. Selbst findige Löser werden sich erst davon überzeugen müssen, dass ein gewisser Zug kein Drohzug ist. Die Stellung deutet auf symmetrische Wendungen hin, wie sie namentlich in zwei Variantenpaaren auftreten. Beide könnten dem Probleme als Basis dienen, nur kommt das eine mit besonderer Feinheit und durch stille

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