Der Erwerb aus einem Vergangenen und die Erwartungen von einem zukünftigen Leben: Eine Selbstbiographie, Volume 1

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J. J. Palm und E. Enke, 1854 - Authors, German
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Page 389 - Lapidarstil abgemessenen Rede lag, erschien mir wie ein gebundener Prometheus, dessen Bande zu lösen und aus dessen Hand das unverlöschende Feuer zu empfangen, die Aufgabe des verstehenden Geistes ist.
Page 389 - Alle ihn beachteten, galt einer anderen, in seinem ganzen Wesen liegenden Würde, als jene ist, die das höhere gereifte Alter und die vieljährige Erfahrung einem ergrauten Haupte verleihen. In seinem lebendigen Worte lag eine hinnehmende Kraft, welcher, wo sie nur einige Empfänglichkeit traf, keine der jungen Seelen sich erwehren konnte. Es möchte schwer sein, einem Leser unserer Zeit...
Page 28 - Kann auch ein Weib ihres Kindleins vergessen, daß sie sich nicht erbarme über den Sohn ihres Leibes? Und ob sie desselben vergäße, so will ich doch dein nicht vergessen.
Page 389 - ... verschiedensten Landschaften beisammen, mit den Theologen zugleich Juristen und Mediziner, unter ihnen auch gereiftere Männer, welche den Lauf der akademischen Studien längst zurückgelegt hatten oder von anderem Stande waren als dem der Gelehrten. Nur die Fremdlinge konnten fragen: was gibt es hier? Jeder, der nur seit wenigen Tagen an der Universität gelebt hatte, der wußte es : jetzt ist die Stunde, in welcher Schelling seine Naturphilosophie liest. Was war es, das Jünglinge wie gereifte...
Page 390 - Theilnahme und eine Aufregung für oder Wider ihre Richtung hervorriefen, wie dies vor und nachher, in langer Zeit keine andere literarische Erscheinung ähnlicher Art vermocht hat. Hier mußte dies einzig der Inhalt für sich selber thun.
Page 21 - Übereinstimmung bemerken läßt . . . Die Hand eines bestimmten Schicksals, so verborgen sie auch wirken mag, zeigt sich auch genau, sie mag nun durch äußere Wirkung oder innere Regung bewegt sein: ja widersprechende Gründe bewegen sich oftmals in ihrer Richtung. So verwirrt der Lauf ist, so zeigt sich immer Grund und Richtung durch< (>Knebels literarischer Nachlaß<, zweite Auflage 1840, Bd.
Page 15 - Denn der Staub muß wieder zu der Erde kommen, wie er gewesen ist, und der Geist wieder zu Gott, der ihn gegeben hat.
Page 21 - ... Menschen sich ein gewisser Plan findet, der, durch eigene Natur, oder durch die Umstände, die sie führen, ihnen gleichsam vorgezeichnet ist. Die Zustände ihres Lebens mögen noch so abwechselnd und veränderlich sein, es zeigt sich doch am Ende ein Ganzes, das unter sich eine gewisse Übereinstimmung bemerken läßt. Ich habe dieses, bei meinem hohen Alter, unter den mancherlei Umständen, die mein Leben leiteten, sonderlich bemerkt. Es ist nicht meine Absicht, und würde sich eben auch nicht...
Page 389 - Reiz seines mündlichen Vortrages, darin diese anziehende Macht lag? Allerdings, wenn ich aus eigener Erfahrung sprechen darf, war der Eindruck, den diese Persönlichkeit machte, von so ungemeiner Art, wie ich ihn bei keinem anderen Universitätslehrer meiner Zeit gefunden. Schelling war, als ich ihn hörte, seinen Jahren nach ein Iüngling unter uns Iünglingen; die Ehrerbietung, mit welcher wir Alle ihn...
Page 388 - Wer zu meiner Zeit in Jena in einer späteren Stunde des Nachmittags über den Marktplatz ging, der konnte da einem Zusammenlaufe der Studierenden begegnen, der so zahlreich als zu keiner anderen Stunde des Tages war. Nicht das Festgelage irgendeiner Landsmannschaft, nicht die...

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