Tagebuch eines halbwüchsigen Mädchens: (von 11 bis 14 1/2 Jahren)

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Hermine von Hug-Hellmuth
Internationaler Psychoanalytischer Verlag, 1921 - Adolescence - 211 pages
 

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Page 112 - O lieb, so lang du lieben kannst! O lieb, so lang du lieben magst! Die Stunde kommt, die Stunde kommt, Wo du an Gräbern stehst und klagst.
Page ii - Egoistischen herrorwachsen, bis sie die soziale Reife erreichen, wie die Beziehungen zu Eltern und Geschwistern zuerst aussehen, und dann allmählich an Ernst und Innigkeit gewinnen, wie Freundschaften angesponnen und verlassen werden, die Zärtlichkeit nach ihren ersten Objekten tastet, und vor allem, wie das Geheimnis des Geschlechtslebens erst verschwommen auftaucht, um dann von der kindlichen Seele ganz Besitz zu nehmen, wie diesel Kind unter dem Bewußtsein seines geheimen Wissens Schaden leidet...
Page ii - Das Tagebuch ist ein kleines Juwel. Wirklich, ich glaube, noch niemals hat man in solcher Klarheit und WalirIntern. Psychanalyt. Verl. Leipzig — Wien — Zürich 3. o J. haftigkeit in die Seelenregungen hineinblicken können, welche die Entwicklung des Mädchens unserer Gesellschafts- und Kulturstufe in den Jahren der Vorpubertät kennzeichnen. Wie die Gefühle aus dem...
Page 157 - Ja sag mir, was hast denn du heute, daß du so feierlich bist? Bist du ohne mein Wissen verliebt oder am Ende gar....?" Da sage ich: „Oder am Ende gar!
Page 88 - Sie war wirklich ganz ausgezogen und lag im Bett nicht einmal zugedeckt, und er kniete vor ihr auch ganz n .... und er küßte, sie am ganzen Körper ab, überall!!! Die Dora sagte nachher, deswegen ist ihr übel geworden. Und dann stand er auf und — nein, das kann ich nicht schreiben das ist zu gräßlich, daß vergeß ich in meinem Leben nicht.
Page 89 - ... auch lachen müssen. Ich habe mich wirklich gefürchtet, daß sie ersticken muß, weil er so groß und sie so klein war. Und die Resi sagte dann, er ist entschieden zu groß für sie, er zerreißt sie beinahe. Also -zerreißen wohl nicht, aber erdrücken hätte er sie wirklich können. Die Dora...
Page 28 - Garderobenkasten weiß : < 36 > - das ist eine so schöne=feine Zahl; die hab ich so gern; ich weiß eigentlich nicht, warum, aber wenn man sie sagt, so ist es immer, als ob ein Eichhörnchen im Baum herumspringt. - Die Hella hat mir übrigens i furchtbares...
Page ii - Schaden leidet und ihn allmählich überwindet, das ist so reizend, natürlich und doch so ernsthaft in diesen kunstlosen Aufzeichnungen zum Ausdruck gekommen, daß es Erziehern und Psychologen das höchste Interesse einflößen muß. . . . Idi meine. Sie sind verpflichtet, das Tagebuch der Öffentlichkeit zu übergeben. Meine Leser werden Ihnen dafür dankbar sein . . ." Bei der Herausgabe dieser Blätter wurde nichts beschönigt, nichts dazugetan oder weggelassen.
Page 190 - Und dann muß er doch mindestens 12 oder 20 Jahre älter sein als das Mädchen; und das ist doch greulich, da kann eine gleich ihren eigenen Papa heiraten; der hat sie wenigstens sicher gern und sie weiß wenigstens, wie er alles haben will; aber so einen alten Professor, nee, das ist ein Geschmack ! 15.
Page 172 - Da hob mich der Papa in die Höhe, als wie wenn ich noch ein kleines Mäderl wäre, und sagte: „Du lieber Schatz du, mein Kleines", und wir küßten uns sehr ab.

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