Alltagsleben einer deutschen Frau zu Anfang des achtzehnten Jahrhunderts

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S. Hirzel, 1890 - Germany - 278 pages
Inspired by Corvinus' Frauenzimmer-Lexicon (1715), Schultz's work is an attempt to depict the life of German women in the early 18th century. A number of illustrations accompany his depiction, which covers every conceivable aspect of a woman's life.
 

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Popular passages

Page xii - Frantzosen das monopolium. Dadurch sind nun die Leute so verblendt, daß, ehe sie einem armen Klöppel-Mädgen vor eine Spitze einen Thaler geben, so gehen sie zum Frantzosen, der seine Spitzen eben wohl von diesem Mädgen machen last, und geben zehen Thaler davor.
Page 165 - Dieses Motto ist wohl das berühmteste Zitat, wenn es gilt, die Kaffeekränzchen zu loben. So könnte es auch heute noch in jedem Lexikon stehen, wenn man einmal von dem aus der Mode gekommenen Kartenspiel absieht. Denn noch immer gibt es...
Page 222 - Schaam und Ehre kaum im Alter hören können. Und weichen sieben weg, so wird es auch gelehrt, Was für Vermählte nur und in die Nacht gehört.
Page 168 - Lisetle die schönste Gelegenheit, zu verschiedenen schmutzigen Gedancken, und ob der Teuffei schon keinen Lehrmeister abgiebt, so ist doch die Gelegenheit in der Comcedi genug, die Liebe nach allen HauptStücken zu lernen, multi absque Diabolo pereunt etc. 0 unschuldiger Teuffei! 0 schädliche Gelegenheit!
Page 133 - Romain, seynd allerhand verliebte Geschichte und Erzehlungen derer Götter, Helden, hohen Standes- auch anderer Personen mit allerhand heimlichen und wundernswürdigen Liebes-Intriguen angefüllet...
Page 122 - Schlaffgesellen unerhört aufgezogen, da kamen die Weiber und Männer, und versuchten ihr Heyl. Absonderlich hätten ihr die Junggesellen , oder die Herren Braut-Lümmel bald den Kopfs mit Band und Haaren abgerissen, weil sie den Krantz mit starckem Drate unter den Haaren fest verwahret hatte. Und bey diesem ^otu giengen solche udsewu» »quivooll vor, daß sich züchtige Ohren billig davor zu schämen hatten.
Page xii - Farbe gemacht werden. Die Spitze die heuer schone ist/ die ist in einem halben Jahre nicht mehr schone/ die Bander sollen heute breit/ morgen schmahl/ übermorgen gemodelt/ 25 und denn wieder anders seyn: Man weiß wol was darhinter steckt. Die Frantzosen haben sich in den Ruhm gesetzt/ als wenn alle zierliche Moden bey ihnen zu Hause waren. Wolten sie nun lange bey einer Manier bleiben/ so lernten die Teutschen Zeugmacher und Bortenwürcker alles...
Page 247 - Da liesfe sich mancher eher erschlagen, ehe er durch zwey Weibes Personen durch gienge: Ein ander zeucht sein weiß Hembde am Montage an, und gienge lieber nackend, als daß er sich am Sonntage solte weiß anziehen: etliche halten den Tag...
Page 13 - Veme sey aber wie ihm wolle, so ist jedweder Mensch, doch mit gebührender Bescheidenheit und nach gestalt der Zachen, ehrlich zu lieben befugt, also ich zu geringe, ihme solches zu »erwidern, gegen mir aber eines solchen aus Mangel der Schönheit nicht zu versehen, doch zu erweisen schuldig, daß ich scy 5eine gehorsame Dienerin NN...
Page 222 - Schalk mit zarten Augen an, Was zwar die Mutter auch, doch nur verdeckt, gethan.

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