Ueber die jetzigen romanischen Schriftsprachen: die spanische, portugiesische, rhätoromanische (in der Schweiz), französische, italiänische und dakoromanische (in mehren Ländern des östlichen Europa's) : mit Vorbemerkungen über Entstehung, Verwandtschaft u. s. w. dieses Sprachstammes |
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Common terms and phrases
Ablativform ähnlich albanesischen alten altlateinische andren Artikel Ausdrukk ausgesprochen Aussprache beiden Bemerkungen besonders bisw Buchstaben Cantare cante Charakter chen conj dakor Dakorom dakoromanische Sprache Dakoromanischen decimo Dekl Deklination dela Dialekten Diess Diphthongen eigenthümliche einzelen Endsylbe Endungen ersten fast finden findet Formen fostu französische Sprache freilich früher Futurum galische gebildet Gebrauch Germanischen Gerundium Griechen griechischen griechischen Sprache Grunde häufig Hülfszeitwort Hypothese Inchoative inia ital italiänische Sprache jetzige keltischen Konjugation Konjunktive Konsonanten Konstruktion Ladin langue langue d'oc lateinischen Sprache Laut manchen meist namentlich Nennwörter niederteutschen Nominative Nominativform osch Patois perf Plural portugiesische Sprache Präposition Pronomen Rechtschreibung Rhätorom rhätoromanische Sprache romanischen Sprachen Rükksicht scheint schen Schrift Schriftsprache Span Spanier spanische Sprache Spanischen und Portugiesischen später Spra Sprachstammes Stamme statt steht Sylben Tabelle Teutschen Theil ursprünglich Vergleichung vermuthen verschieden Verwechselung viele vielleicht Vokale Völker Volksdialekte Volkssprache weniger Wörter zeigt Zeitwörter
Popular passages
Page 21 - Süditaliänischen, den dritten, heute noch eine Art von romana rustica, dem alten Latein in Formen und Wörtern noch ungemein ähnlich. Dieser letztere werde in ungefähr 24 Dörfern im Innern des Landes noch gesprochen.
Page 50 - ... wie den übrigen romanischen Sprachen mangeln. Ueberdas haben viele Wörter ganz lateinisches und italiänisches Aussehen, ohne dass sie in beiden Schriftsprachen sich finden und ohne dass doch auch ihr Ursprung in ändern Sprachen kann nachgewiesen werden. Man muss schliessen, dass sie aus der lateinischen Volkssprache ausschliesslich sich im Dakoromanischen erhalten haben , was auch die Erhaltung von mancherlei lateinischen Formen in dieser Sprache allein wahrscheinlich macht...
Page 51 - Der Charakter der Sprache in Klang und Bildung der Rede ist dem der Schwestern ähnlich, aber minder gebildet; daher Weichheit des Lautes neben harter und breiter Aussprache, lateinisch-romanische Konstruktion neben steifer, weitläufiger Deutlichkeit. Der Geist unserer Zeit, der freilich Begriffe, wie Gefühl, Innigkeit, Begeisterung usw gerne zum Archaismen machen möchte, dagegen für intellektuelle, auch historische Bildung Wunder thut, hat...
Page 49 - Obschon die Quantität der lateinischen Wörter wol geringer ist, als in dem so verwandten Italiänischen, so besitzt die Sprache doch ausserordentlich viele altlateinische Wörter, die dem Italiänischen, wie den übrigen romanischen Sprachen mangeln. Ueberdas haben viele Wörter ganz lateinisches und italiänisches Aussehen, ohne dass sie in beiden Schriftsprachen sich finden und ohne dass doch auch ihr Ursprung in ändern Sprachen...
Page 22 - Für alle hier vorkommenden Sprachen gilt, was ich in der Enleitung von abgeleiteten Sprachen überhaupt sagte : dass ihr Ursprung nicht in der lateinischen Schriftsprache, sondern in den Volksdialekten (der Römer und der Laticr) zu suchen sei.
Page 30 - Indem das Menschengeschlecht immer mehr seine Derbheit, aber auch seine Kraft verlor, war es selbst Diminutiv seiner Vorzeit geworden; diess musste Einfluss auf seine Sprache haben. Das- Diminutiv der alten Sprachen hatte für den Nachkommen Kraft genug, um ihm den Grundbegriff des Wortes ohne den Nebengedanken von Verringerung oder doch Verzärtelung zu bezeichnen. . . . Man vergönne mir bei dieser Gelegenheit eine kleine Ausschweifung, nicht sowohl Abschweifung des Räsonnements«.
Page 122 - Arbeit eine Geschichte des ganzen lateinischen (romanischen) Sprachstammes mit seinen Mundarten von seinem ersten Entstehen an bis in neueste Zeiten in Beispielen nebst dialektologischen und andren Bemerkungen herausgeben werde.
Page 42 - ... bäuerischer laute, als die feine toskanische Mundart, aber demungeachtet ihre Annehmlichkeiten habe. Ihr ganzer Laut zeigt die derbe, ungezierte, aber auch ungebildete Tochter einer schönen Mutter, dem rauher gewohnten Organe des Nordländers immer noch sanft erscheinend. Die gewaltige Natur ihrer Heimat spiegelt sich in den volltönenden Doppellauten, in der kräftigen, freilich auch harten Aussprache der Konsonanten™ (p.
Page 51 - Konstruktion neben steifer, weitläufiger Deutlichkeit Der Geist unserer Zeit, der freilich Begriffe, wie Gefühl, Innigkeit, Begeisterung usw gerne zum Archaismen machen möchte, dagegen für intellektuelle, auch historische Bildung Wunder thut, hat bereite angefangen, sich auch um diess verlassene Kind alter Zeit zu kümmern und sein Erbtheil anzubauen. Die neuesten politischen Ereignisse werden hoffentlich günstig dafür wirken.
Page 119 - Verschwinden der casus-rectus-Formen erklären) ; so hat denn doch der Zufall die neuen (romanischen) Formen in allen Sprachen dem lateinischen Ablative am Nächsten gestellt. Unbegreiflich ist es, wie Raynouard den Akkusativ zu Grunde legen konnte.
