Deutschland und Österreich: Handbuch für reisende

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Karl Baedeker, 1869 - Austria - 797 pages
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Page xxii - Wer mit schweren Koffern reist, mit viel Lärm und Ansprüchen ankommt, Zimmer und Betten tadelt, Speisen und Getränke nicht nach seinem Geschmack findet und am Ende mit einer Tasse Thee sich begnügt, wer hundert Bedürfnisse hat und zur Befriedigung derselben jedesmal die Schelle in Bewegung setzt, darf sich gar nicht beklagen, wenn er für das Zimmer den doppelten und dreifachen Preis zahlen muss.
Page 153 - alte Schloss", Pl. 5), welche 1820 Kurfürst Wilhelm I. (f 1821) zu bauen begann. Nach seinem Tode blieb der Riesenbau (552' l., 403' br.) liegen. Er ist aus rothen Sandsteinquadern aufgeführt; jedoch nicht bis zum Schlussstein der untern Fenster gediehen, Gräser und Gesträuch sprossen auf den unvollendeten Mauern, Disteln, Unkraut und Schlingpflanzen nisten in den Innern Räumen. Das Museum (Pl. 2) enthält im 1.
Page 638 - Er&berg (4697') das Thal, buchstäblich ein Eisenberg, indem der grössere Theil seiner Masse so reich an Metall ist, dass es im Sommer wie in einem Steinbruch zu Tage ohne weitere bergmännische Vorrichtungen losgebrochen und in die Schmelzöfen gebracht wird; im "Winter Stollenbau. Besonders merkwürdig die Schatzkammern, leere Räume im Berge, deren "Wände mit weisser Eisenblüthe in den wunderlichsten Formen beschlagen sind. Der untere Theil des Berges gehört nach Eisenerz und ist ärarisch,...
Page 427 - Flamänder und Wallonen, welche der Religion wegen aus ihrem Vaterland vertrieben, in Frankfurt keine Aufnahme fanden. Ihre Gewerbe, Seiden- und Wollenweberei, Silber- und Goldarbeiten, blühen heute noch. Von den ursprünglichen Ansiedlern sind wenig Nachkommen mehr da.
Page 72 - Scitenschiff steht ein angeblich 900 Jahre alter metallner Taufstein. Ebenda führen einige Stufen in den wenig tiefen Bleikeller (hier wurde das Blei für die Dachbedeckung gegossen), welcher einige unverweste lederartig eingetrocknete Leichen birgt, die älteste 400, die jüngste 60 J. alt. Diese Eigenschaft des Gewölbes ist heute noch ungeschwächt, wie das aufgehängte eingetrocknete Geflügel beweist. Die Wohnung des Küsters Neumann ist Domshaide 9. Den grossen Platz an der Nordseite des Doms,...
Page 691 - Jahrli. ), der Sage nach von den ersten Flüchtlingen aus dem zerstörten Jerusalem erbaut. Am Gewölbe hängt eine grosse Fahne, die sich durch die ganze Synagoge hinzieht, ein Geschenk Kaiser Ferdinands III. für die Tapferkeit der Juden bei der schwed.
Page 648 - Belagerung Widerstand zu leisten vermögen. Auch das Innere des Schlosses ist gut unterhalten, seit einem Jahrhundert aber unverändert geblieben; es wird nicht bewohnt. Eine Besatzung von 8 fürstl. Grenadieren reicht zur Bewachung des Schlosses sowohl als der darin in Ketten geschlossenen Verbrecher des Oedenburger Comitats aus ; sie dürfen 2 St. tägl. im Hof umhergehen. Thorweg, Grabenbrücke und Gewölbethor, darüber die Himmelskönigin, die Patrona Plungariae, führen in den äussern Sehlosshof.
Page 719 - Es blieb beinah 150 Jahre im Besitz der Türken, bis 1686 die verbündeten Deutschen unter Carl von Lothringen und Ludwig von Baden sie wieder vertrieben. Die Einwohner sind überwiegend Deutsche.
Page 85 - Auge des Landes", mit einer Erdumwallung, dem einzigen Ueberrest der 1316 zerstörten Burg. Die *Aussicht ist eben so umfassend als malerisch schön. Die ganze Insel mit ihren tief gezackten Küsten, ihren Vorgebirgen, waldigen Höhen, mit ihren grossen Binnenseen, liegt wie eine Karte zu den Füssen des Beschauers. Stralsund, Greifswald, Wolgast, die Insel Usedom mit ihren dunklen Tannenwäldern sind sichtbar.
Page 531 - Morg. ab zu besichtigen, ohne Trinkgeld, enthält eine Menge provinzieller Gegenstände: im Hof und Vorhaus röm. Alterthümer; oben in mehreren Zimmern eine Bibliothek, eine alte Karte des Salzkammerguts in perspect. Manier...

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