Walther von der Vogelweide

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Kleinmayr & Bamberg, 1884 - 128 pages
 

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Popular passages

Page 75 - Die Glut wird sie zerstören, der Sturm wird sie verwehn, Ihr Schiffer auf den Meeren, die Zeichen sind geschehn. Gewaltthat nur noch waltet und übermüthig Erz, Das Volk ist ohne Richter und ohne Furcht das Herz." „Saht ihr es, wie der Blitzstrahl die Wolkennacht zerriß?
Page 77 - Die Stätte, die ein guter Mensch betrat, Ist eingeweiht; nach hundert Jahren klingt Sein Wort und seine Tat dem Enkel wieder.
Page 92 - Tagen gelernt gu singen und zu sagen. Mit Nachtigallen um die Wette pries ich das Mägdlein aus der Schaar der Jungfraun, und auf grünem Bette bot ich ihr manches Röslein dar. Ich sang von Frühling und von Frauen in trunkener Begeisterung, wie markig klang in allen Gauen dir, Vaterland, des Liedes Schwung! Ganz in mildes und verklärtes Licht gehüllt erscheint Walther in dem Lied „Die Linde", in dem Edward Samhaber wieder das ideale deutsche Sängerherz des 19.
Page 1 - Es war ein herrlicher, taubesprengter Maimorgen des Jahres 1180 als die Brennerstrasse aufwärts dem Inntal zu ein schmucker Jüngling ritt. Ein scharfer Frühwind zog durch die blonden Locken und schlug sie um ein frisches, mädchenhaftes Antlitz, aus dem ein Paar blauer Augen so recht offen in die Welt hinausblickte, die in zauberhafter Fremde vor ihm lag.
Page 115 - sowie beim Sinken der Sonne die Täler sich in Schatten hüllen und bald nur noch die höchsten Gipfel beleuchtet stehen".
Page 46 - Nimmer wird's gelingen. Hütet eurer Zungen: Das geziemt den Jungen; Schiebt den Riegel vor die Tür, Laßt kein böses Wort herfür, Laßt kein böses Wort herfür, Schiebt den Riegel vor die Tür. Das geziemt den Jungen: Hütet eurer Zungen. Hütet...
Page 45 - Wertes überreich. Die wollt' ich gern in einen Schrein. Vergeblich, ach! Es kann nicht sein, daß je Gewinn und Gotteshuld und weltlich Ehre ohne Schuld im Herzen sich verbinden. Kein Pfad ist zu ergründen, der dahin führt. Im Hinterhalt Untreue lauert und Gewalt, verwundet Recht und Frieden. lind tranken die hienieden, stehn Ehre Gut und Gottessegen des Schutzes bar auf allen Wegen...
Page 2 - Mich umwohnt mit glänzendem Äug' das Volk der Phäaken; immer ist's Sonntag; es dreht immer am Herd sich der Spiefs.
Page 127 - Sprach's, und stille stand sein Herz nun, stille, was er trug und litt. Requiem die Mönch' ihm sangen, und die Vögel sangen mit. In des Kreuzgangs Hallen senkten sie den müden Sänger ein In ein Grab, das sie bedeckten dann mit seinem Bild von Stein, Doch gehorsam dem Gebote, das er noch im Sterben gab, Fütterten die Mönch' all' Vögel mittags auf des Sängers Grab.
Page 122 - Gott, zu streiten! Ich armer Mann, ich könnte verdienen reichen Sold. Nicht Ackerland, nicht Burgen und nicht der Herren Gold, die Himmelskrone selber möcht' auf dem Haupt ich tragen, die der geringste Söldner durch Speerwurf kann erjagen. O daß ich ziehen könnte mit Euch wohl über die See, wie würd' ich singen und jubeln: „Heil mir!

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