Predigten, Betrachtungen und ausgewählte Gebete: Aus seinem Nachlass zu einem Andachtsbuch für die Synagoge und das israelitische Haus Zusammengestellt von B. Jacob

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M. Zulzer & Company, 1901 - Jewish sermons - 671 pages
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Page 225 - Willst du genau erfahren was sich ziemt, So frage nur bei edlen Frauen an. Denn ihnen ist am meisten dran gelegen Daß alles wohl sich zieme was geschieht. Die Schicklichkeit umgibt mit einer Mauer Das zarte leicht verletzliche Geschlecht. Wo Sittlichkeit regiert, regieren sie, Und wo die Frechheit herrscht da sind sie nichts. Und wirst du die Geschlechter beide fragen: Nach Freiheit strebt der Mann, das Weib nach Sitte.
Page 594 - Wer trüge Lasten Und stöhnt' und schwitzte unter Lebensmüh? Nur daß die Furcht vor etwas nach dem Tod Das unentdeckte Land, von...
Page 565 - O glücklich, wer noch hoffen kann, Aus diesem Meer des Irrtums aufzutauchen! Was man nicht weiß, das eben brauchte man, Und was man weiß, kann man nicht brauchen.
Page 594 - Pfeil' und Schleudern des wütenden Geschicks erdulden oder, sich waffnend gegen eine See von Plagen, durch Widerstand sie enden. Sterben — schlafen — nichts weiter! — und zu wissen, daß ein Schlaf das Herzweh und die tausend Stöße endet, die unsres Fleisches Erbteil — 's ist ein Ziel, aufs innigste zu wünschen. Sterben — schlafen — schlafen! vielleicht auch träumen! — Ja, da liegt's In einem ehrlichen Kampf ist Hamlet jetzt unterlegen.
Page 246 - Wie sich Verdienst und Glück verketten, Das fällt den Toren niemals ein; Wenn sie den Stein der Weisen hätten, Der Weise mangelte dem Stein.
Page 626 - Des Todes rührendes Bild steht Nicht als Schrecken dem Weisen und nicht als Ende dem Frommen. Jenen drängt es ins Leben zurück und lehret ihn handeln ; Diesen stärkt es zu künftigem Heil in Trübsal die Hoffnung; Beiden wird zum Leben der Tod.
Page 105 - Der Ewige segne dich und behüte dich. Der Ewige lasse sein Antlitz dir leuchten, und sei dir gnädig. Der Ewige wende sein Antlitz dir zu, und gebe dir Glückseligkeit.
Page 322 - Dies über Alles : Sei Dir selber treu, Und daraus solgt so wie die Nacht dem Tage, Du kannst nicht salsch sein gegen irgend wen.
Page 554 - Niederträchtige niemand sich beklage; denn es ist das Mächtige, was man dir auch sage". Es ist in Sonderheit mächtiger als die Macht der Wahrheit. Die Menschheit bringt so selten ein gutes Buch hervor, in dem mit kühner Freiheit das Schlachtlied der Wahrheit, das Lied des philosophischen...
Page 394 - Verwirf mich nicht von deinem Angesicht und deinen heiligen Geist nimm nicht von mir. Gieb mir wieder die Freude deines Heils, und stärke mich mit willigem Geiste.

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