Geschichte des Kantons Uri von seinem Entstehen als Freistaat bis zur Verfassungs-Aenderung vom 5. Mai 1850

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Eberle, 1862 - 644 pages
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Page 505 - Mächten anerkannten Neutralität. Seitdem Wallis von Euch getrennt und der Simplon für Frankreich offen ist, steht diesen Erfordernissen nichts mehr entgegen.
Page 506 - Verschube zieht das Gewitter vorüber, und Ihr seid gerettet. Hierin liegt die wahre Politik der Schweiz. Ich spreche zu Euch, als wäre ich selbst ein Schweizer; für kleine Staaten ist die Förderation ungemein vorteilhaft. Ich selbst bin ein geborner Bergbewohner (montagnard) ; ich kenne den hieraus entspringenden Geist.
Page 530 - Verband förmlich eingeladen. 3) Zu Beibehaltung der Eintracht und Ruhe im Vaterlande vereinigen sich die beitretenden Kantone zu dem Grundsatze, dass keine mit den Rechten eines freien Volkes unverträglichen Unterthanenverhältnisse hergestellt werden sollen. 4) Bis die Verhältnisse der Stände unter sich und die Leitung der allgemeinen Bundesangelegenheiten näher und fester bestimmt sind, ist der alteidgenössische Vorort Zürich ersucht, diese Leitung zu besorgen.
Page 51 - Genuß haben sollen ; sie wollen den Grafen von Habsburg von allen ihren Gütern, Rechten und eigenen Leuten auch nicht das geringste entfremden ; die Vögte, ihr Anhang, ihre Knechte und Söldner sollen keinen Tropfen Blut verlieren, aber die Freiheit, welche sie von ihren Voreltern empfangen, dieselbe wollen sie ihren Enkeln aufbewahren und überliefern.
Page 505 - Luch bliebe ein einziges Mittel, um Antheil an den Großthaten unserer Zeit zu nehmen, nämlich die Vereinigung mit Frankreich. Die Schweiz könnte vielleicht zwei Departemente der großen Republik bilden. Die Natur verweigert Euch aber auch diesen Ausweg. Große Bergketten scheiden Euch von Tyrol, von Italien und von Frankreich; aber Ihr sollt keine thätige Rolle in Europa spielen.
Page 361 - Mann zu haben, auf die ich sicher zähle, als fünfhundert, die beimGefecht davonlaufen,Verwirrung anrichten und durch ihre Flucht die rechtschaffenen Leute zum unnützen Opfer machen. Ich aber gelobe euch, in keiner Gefahr und im Tode nicht von euch zu scheiden. Wir fliehen nicht, wir sterben. Gefällt euch dieser Vorschlag, so laßt zwei Männer aus der Schar treten und mit mir in eurem Namen das gleiche geloben.
Page 505 - Wie wollt Ihr eine Zentralregierung bilden? Dazu besitzt Ihr zu wenig ausgezeichneter Männer. Schon einen richtigen Landammann zu finden, würde Euch schwer genug fallen. Glückliche Ereignisse haben mich an die Spitze der Französischen Regierung berufen, und doch würde ich mich für unfähig halten, die Schweizer zu regieren. Wäre der erste Landammann von Zürich, so wären die Berner unzufrieden; wählt Ihr einen Berner, so schimpfen die Zürcher. Wählt Ihr einen Protestanten, so widerstreben...
Page 142 - Wir vom Land Uri haben und wollen keinen eigenen, keinen gemeinschaftlichen Anteil an dem, was nicht unser ist; unsere Väter haben die Sitte auf uns gebracht, ungefälschte Treu höher als alles zu achten.
Page 505 - Acht- bis zehntausend Mann würden zur Deckung Eurer Grenzen nicht hinreichen. Ein einziges Regiment stehender Truppen würde schon die Nationalenergie schwächen und Eure Milizen zu Grunde richten; denn die Bauern würden mit Grund sagen: warum sollen wir zum Unterhalt der Truppen beitragen und daneben noch selbst dienen? Eure Berge könnt Ihr nicht mit marschiren machen und ausser denselben bedeutet Euer Milizwesen nicht viel.
Page 375 - seinem Vaterlande zu dienen, und der Sache der Freiheit und Gleichheit als ein guter und getreuer Bürger mit aller Pünktlichkeit und allem Eifer, so er vermag, und mit einem gerechten Haß gegen die Anarchie oder Ausgelassenheit anzuhangen.

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