Geschichte des protestantismus in Frankreich bis zum Tode Karl's Ix, Volume 2

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F. U. Brockhaus, 1855 - France
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Page 576 - Eben dies sind die Gegensätze, die in den romanisch-germanischen Staaten einander ewig widerstreben. Von dem Begriffe. der erblichen Monarchie und der absoluten Gewalt des Staates aus würde man zu allgemeiner Knechtschaft, von dem Begriffe des ständischen Wesens und der individuellen Freiheit aus zur Republik oder zur Wahlmonarchie kommen. Auf der Gegenwirkung beider Prinzipien und ihrer gegenseitigen Einschränkung...
Page 554 - W. den Stennden des Reichs, bey denen die wähl stehe, nach jetziger gelegenheit und nocht zur tzeit nicht wol ahnmuthen dörf'fe\ alsdan und auf solchen fall wollt sein kön. Mat. die Stende des Reichs, nicht allein aller contributionen entheben und versichern, auch die auff Regierung des Kayserthumbs auflauffende Unkosten selbst dragen, und das Reich gleichwol nach...
Page 443 - Unterthanen und Dienern Gutes oder Böses zu erweisen; diese Macht aber und die ganze Staatsverwaltung sei geschickt in Eure Hände hinübergespielt worden. Diese Bevormundung und diese Autorität könne mir und meinem Reiche einst sehr nachtheilig werden; ich solle daher nicht trauen, sondern wohl auf meiner Hut sein. Dieses habe er mir als einer meiner treusten Diener und Unterthanen noch vor seinem Tode an's Herz legen wollen. Nun denn, weil Ihr's habt wissen wollen, das ist's gewesen, waS mir...
Page 444 - Ich will nicht vergessen, Euch zu sagen", — schrieb er noch nachträglich an La Mothe-Fenelon, — „ daß diese schändliche Hand« lung in der Feindschaft, die zwischen dem Hause des Admirals und dem der Guisen besteht, ihren Grund hat; ich werde aber dafür sorgen, daß sie nicht meine Unterthanen in ihren Streit hineinziehen, denn ich will, daß mein Friedensedict von Punkt zu Punkt gehalten werde."««) So kam der Sonnabend.
Page 576 - Alterthums neue Bestätigung empfingen: wie das Königthum ursprünglich aus der Wahl hervorgegangen, keineswegs die Fülle der Staatsgewalt in sich schließe, sondern in seinen Handlungen der Beistimmung des Volkes bedürfe; sei der König durch seine Jugend oder sonst nicht fähig, sein Amt persönlich zu verwalten, so kehre die Macht an das Volk zurück, das sie gegeben habe.
Page 427 - Hugenotte, aber auch kein Pinsel, und wenn der Papst seine Albernheit noch weiter treiben will, so nehme ich Margot bei der Hand und führe sie zur Trauung bei voller Predigt s«).
Page 402 - August 1570, — der am meisten dazu beigetragen hat, den Frieden zu Stande zu bringen, befestigt sich immer mehr in der Gunst...
Page 447 - Reich so nachtheilig wäre, ja bei der Nachwelt den Königen und dem um den alten Glanz und Ruhm gebrachten Volke Frankreichs zur größten Schande gereichen müßte. Mit vollem Rechte würde man uns der Treulosigkeit und Falschheit anklagen; durch diese einzige Handlung würden wir allen Glauben, alles Vertrauen auf öffentliche...
Page 452 - Uebrige abschneiden; denn es war ausgemacht worden, daß an keinem Orte der Stadt etwas unternommen würde, bevor der Admiral getödtet wäre. Aber bald kehrt der Edelmann zurück und meldet, Guise habe geantwortet, der Befehl komme zu spät, der Admiral sei todt und man beginne schon mit den Uebrigen in der Stadt. So kamen wir denn auf unseren alten Beschluß zurück und ließen den Ereignissen ihren Lauf.
Page 466 - Entfernungen früher oder später, die Provinzen in furchtbarem Wiederhall. Fast überall derselbe Gang der Dinge. Die Nachricht von den pariser Ereignissen kommt an, königliche Befehle, auf die Handhabung der Ruhe lautend, aber vielfach von mündlichen oder sonst vertraulichen Weisungen begleitet, geben übelwollenden Statthaltern einen gefährlichen Spielraum, der sich noch erwei91 La Popeliniere, XXIX, I«.

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